Weltweite Kritik an FINA-Entscheidungen
(23.06.09) Mit ihrer Entscheidung, für den Rest der Saison Hightech-Anzüge zu erlauben, hat die FINA weltweit massive Kritik auf sich gezogen. Auch die Anerkennung von im Jaked01 geschwommenen Weltrekorden sorgt vielerorts für Unmut. Alain Bernard, dessen im Arena X-Glide geschwommener Weltrekord nicht anerkannt wurde, meinte: “Der Standpunkt der FINA ist widersprüchlich und unmöglich zu verstehen.”
Die Cheftrainer zahlreicher Schwimmnationen sehen in den Entscheidungen des Weltverbandes eine Schädigung des Sports. “Was ist aus unserem Sport geworder? Wo sind die Werte und Prioritäten der verantwortlichen Leute?”, fragt Lionel Horter, Coach des französischen Teams. Einen Protest bei den Weltmeisterschaften schließt er nicht aus.
Auch sein niederländischer Kollege, Jacco Verhaeren, ist enttäuscht: “Die erste Frage, die einem Sieger in Rom gestellt werden wird: ‘Welchen Anzug hast du getragen?’”
Per Twitter kam die Reaktion des Schweizer Spitzenschwimmers Dominik Meichtry. “Ich bin absolut empört über die Anzugentscheidung der FINA”, so der 24-Jährige, der zur Zeit in den USA lebt. “Ich habe etwas an Fahrt verloren auf dem Weg zu den Weltmeisterschaften.”






