Vier Medaillen für den DSV zum EM-Auftakt
(10.12.2009) Am ersten Finaltag der Kurzbahn-EM sorgen die deutschen Schwimmer bereits für vier Mal Edelmetall und liegen damit im Soll der vom Bundestrainer vorgegebenen zweistelligen Medaillenausbeute. Neben dem deutschen Team waren vor allem die Schwimmer aus Russland Dauergäste auf dem Siegerpodest. Den aktuellen Medaillenspiegel finden Sie unten.
Paul Biedermann vetreidigte in einem spannenden Rennen gegen Nikita Lobintsev aus Russland erwartungsgemäß seinen Titel über 400 Meter Freistil. Er blieb dabei in 3:34,55 Minuten über seiner Weltrekordzeit von Berlin, die er nach seiner Schwächung durch eine Grippe allerdings gar nicht als Ziel hatte. “So ganz verausgabt habe ich mich noch nicht. Zwischendurch habe ich mich bei den Bahnen verzählt und wäre beinahe 50 Meter mehr geschwommen”, erklärte Biedermann nach dem Rennen.
Lagenstaffel erkämpft sich zweiten Platz – Bronze für Hentke und Schäfer
Eine hervorragende Silbermedaille erschwamm sich die durch den Ausfall von Steffen Deibler geschwächte deutsche 4×50 Lagen-Staffel. Thomas Rupprath, Hendrik Feldwehr, Johannes Dietrich und Stefan Herbst schwammen in 1:32,02 Minuten neuen Deutschen Rekord, der auch Weltrekord gewesen wäre. Doch das russische Quartett war in 1:31,80 Minuten noch schneller. Der älteste Schwimmer im Feld, Thomas Rupprath, hatte als Startschwimmer die deutsche Staffel auf Medaillenkurs gebracht und auch Hendrik Feldwehr konnte sich auf der Bruststrecke gut behaupten. Johannes Dietrich flog dann auf Schmetterling mit der schnellsten Zwischenzeit aller Staffeln regelrecht an den Mannschaften Frankeichs und Italiens vorbei. Stefan Herbst, nach Rupprath zweitältester (oder -erfahrenster) Schwimmer aller Staffeln, konnte dann dank eines hauchdünnen Wechsels den Olympiazweiten Amaury Leveaux aus Frankreich und den ehemaligen italienischen 100-Meter-Weltmeister Filipo Mangini auf Distaz halten.
Für eine weitere deutsche Medaille sorgte die Hallenserin Franziska Hentke (Foto) über 200 Meter Schmetterling. In 2:04,68 Minuten schwamm sie beim Sieg der Französin Aurore Mongel auf Rang drei und blieb nur minimal über ihrem Deutschen Rekord aus dem Vorlauf. Ebenfalls Bronze holte sich Europarekordinhaberin Janne Schäfer über 50 Meter Brust in 29,92 Sekunden. Caroline Ruhnau kam hier auf Platz sechs. Es siegte Moniek Nijhuis aus den Niederlanden.
Samulski, Schreiber und Vitting im Halbfinale
Evelyn Verraszto aus Ungarn sorgte im Finale über 200 Meter Lagen in 2:04,64 Minuten für einen neuen Weltrekord. Theresa Michalak kam hier in 2:08,20 Minuten auf Rang acht.
Felix Wolf blieb über 200 Meter Rücken in 1:51,59 Minuten Rang sieben beim Sieg des Russen Stanislav Donets. Die 200 Lagen entschied Österreichs Top-Schwimmer Markus Rogan für sich, über die 50 Freistil siegte Fred Bousquet aus Frankreich in 20,53 Sekunden.
Daniela Samulski zog als Halbfinal-Vierte in 57,53 Sekunden ins morgige Finale über 100 Meter Rücken ein. Über die 100 Meter Freistil gelang dies sowohl Daniela Schreiber in 52,95 Sekunden als auch Lisa Vitting in 53,02 Sekunden.
Marco di Carli schied im Halbfinale über 50 Meter Freistil in 21,71 Sekunden aus, ebenso wie Johannes Dietrich über 100 Schmetterling in 51,93 Sekunden. Auch die beiden Brustspezialisten Hendrik Feldwehr (57,93) und Johannes Neumann (58,10) schafften den Einzug in den Endlauf über 100 Meter nicht.
Medaillenspiegel nach acht von 38 Entscheidungen:
| Gold | Silber | Bronze | Ges. | ||
| 1 | Russland | 2 | 1 | 2 | 5 |
| 2 | Frankreich | 2 | 1 | 3 | |
| 3 | Deutschland | 1 | 1 | 2 | 4 |
| 4 | Niederlande | 1 | 1 | ||
| Österreich | 1 | 1 | |||
| Ungarn | 1 | 1 | |||
| 7 | Italien | 1 | 1 | ||
| Schweden | 1 | 1 | |||
| Polen | 1 | 1 | |||
| Litauen | 1 | 1 | |||
| Kroatien | 1 | 1 | |||
| Estland | 1 | 1 | |||
| 13 | Großbritannien | 1 | 1 | ||
| Dänemark | 1 | 1 | |||
| Spanien | 1 | 1 |






