FINA: Anzugregeln auch für Masters – Weltrekord-Entscheidung vertagt

By SeSc

(16.01.2010) Keine neue Weltrekordliste, keine Hightech-Anzüge für Masters und keine konkreten Pläne für ein solides Antidopingprogramm sind die Neuigkeiten von der Tagung des Weltverbandes FINA in Bangkok.

Die FINA hat am Wochenende bestimmt, dass alle Anzug-Regelungen, die für die Sparte “Schwimmen” festgelegt wurden, mit dem Datum 01. Januar 2010 auch bei Wettkämpfen der Masters gelten.
Beim Freiwasserschwimmen allerdings wurde verfügt, dass die 2009 genehmigten Modelle noch bis Mitte dieses Jahres verwendet werden dürfen. Ab dem 1. Juni gelten dann jedoch ähnliche Regularien wie für die Beckenschwimmer, mit den Ausnahmen, dass Anzüge an den Beinen bis zum Knöchel reichen dürfen und auch Männer diese tragen können. Reißverschlüsse sind im Gegensatz zum Beckenschwimmen nicht verboten.

Keine Entscheidung zu Weltrekorden

Eine entgültige Entscheidung, wie mit den in Hightech-Anzügen geschwommenen Weltrekorden verfahren wird, blieb jedoch aus. Laut der Rechts-Kommision des Weltverbandes werden die derzeitigen Bestzeiten stehen bleiben. Eine Entscheidung, die in Richtung einer Änderung der Weltrekord-Listen zielt, benötige wohl noch weiterer gründlicherer Überlegungen. Auch DSV-Präsidentin Christa Thiel hatte die FINA zur Geduld aufgefordert. “Die FINA wäre gut beraten, noch ein Jahr zu warten”, ließ sie zuletzt verlauten. Athleten wie Paul Biedermann wird dieses weitere “in der Luft hängen” nur wenig freuen. “Werden die Rekorde gelöscht? Bleibt alles beim Alten? Oder gibt es eine zweite Liste? Keiner weiß es”, erklärte der Doppel-Weltmeister in der vergangenen Woche.

“Biologischer Pass” soll geprüft werden

Des Weiteren legten der Weltverband fest, dass im Kampf gegen Doping die Einführung eines “Biologischen Passes” untersucht werden soll. Eine konkrete Entscheidung, wann und in welcher Art dies geschehen soll, blieb jedoch erneut aus. Überlegungen in dieser Richtung gibt es bereits seit mehreren Jahren. Die Doping-Proben der WM in Rom sollen nach Weichmachern untersucht werden und “man zieht es in Betracht” diese für weitere Prüfungen acht Jahre einzulagern. Auch hier bleibt man betont unkonkret.

Team-Wettbewerb für Freiwasser-Schwimmer

Handfestere Entscheidungen gab es für die Freiwasser-Schwimmer: Die Langstrecken-WM in Kanada in diesem Jahr wird die letzte ihrer Art sein. Die Weltmeistertitel sollen zukünftig wie schon in Rom im Rahmen der FINA-WM vergeben werden. Stattdessen wird es WM-Titelkämpfe für Junioren geben. Zudem wird bei der FINA-WM in Shanghai im kommenden Jahr erstmals ein Team-Wettkampf für die Freiwasserschwimmer stattfinden. Die deutsche Langstrecken-Spezialistin Britta Kamrau-Corestein wurde in die Athleten-Komission des Weltverbandes berufen.
Mit der Aufnahme des Schwimm-Verbandes von Tonga hat die FINA nun außerdem 202 Nationen unter ihrem Dach.

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Erstellt am Samstag, Januar 16th, 2010 um 20:16 in den Kategorien Allgemein, Deutschland, Welt. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed.

One Response zu “FINA: Anzugregeln auch für Masters – Weltrekord-Entscheidung vertagt”

  1. [...] offiziell bei 58,12 Sekunden, geschwommen von Gemma Spofforth. Mit der Ankündigung der FINA, die Hightech-Weltrekorde weiterhin als offizielle Weltrekordmarken  beibehalten zu wollen, wird es schwer werden für die Schwimmer, sich in die Bestenlisten [...]

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