Biedermann, Pellegrini, Magnini – Das Schwimmjahr 2010 kommt in Schwung
(08.03.2010) Am vergangenen Wochenende ging es heiß her in den Schwimmbecken dieser Welt. Bei Meetings in den USA, Frankreich und auch bei zwei Wettkämpfen in Deutschland wurden reihenweise Spitzenzeiten geschwommen. Während sich die Top-Schwimmer des DSV in Halle (Saale) die Ehre gaben, sorgte beim ISM in Berlin vor allem Italiens Elite für Meeting-Rekorde.
Die Attraktion in Berlin war ohne Zweifel Olympiasiegerin und Weltmeisterin Federica Pellegrini, die beim International Swim Meeting bei jedem ihrer Starts für neue Veranstaltungsrekorde sorgte. Besonders eindrucksvoll war ihre Leistung über 400 Meter Freistil, die sie in 4:05,57 Minuten für sich entschied und damit nur etwa drei Sekunden über der alten Bestzeit in Textilanzügen von Laure Manaudou blieb. Zuvor hatte sie zum Auftakt die 800 Meter Freistil in 8:31,07 Minuten für sich entschieden, über die 200 Meter schwamm sie 1:58,13 Minuten. Mit allen drei Zeiten setzte sie sich jeweils an die Spitze der aktuellen Weltjahresbestlisten. “Wir sind ja noch früh in der Saison, dafür bin ich sehr zufrieden mit diesen Zeiten. Vor allem die 400 liefen recht gut”, so die 21-Jährige gegenüber swimsportnews. Den Wettkampf in Berlin habe sie vor allem genutzt um ihren derzeitigen Trainingszustand zu testen.
Fernduell Pellegrini vs. Steffen entfiel
Eigentlich hätte es am Wochenende zum Fernduell zwischen Pellegrini und Britta Steffen kommen sollen, die wie ein großer Teil der deutschen Spitzenschwimmer beim Einladungsschwimmfest des SV Halle gemeldet war. Auf Grund von muskulären Problemen im Arm musste sie ihre Starts über die 50, 100 und 200 Meter Freistil allerdings absagen. Auch Pellegrini verzichtete in Berlin am Sonntag auf die 100 Meter Freistil, von denen sie sich nich nicht genau sicher ist, ob sie diese im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2012 in ihr Wettkampfprogramm mit aufnimmt.
Magnini schneller als Biedermann
Neben Pellegrini sorgte auch ihr Teamkollege Filippo Magnini in Berlin für Spitzenzeiten. Die 100 Meter Freistil schwamm er im Finale in 49,32 Sekunden, das ist die drittschnellste in diesem Jahr geschwommene Zeit. Über die 200 Meter Freistil siegte er in 1:48,36 Minuten und war damit sogar knapp schneller als Paul Biedermann, der in seiner Heimatstadt Halle eine 1:48,53 schwamm. Trotzdem hält Biedermann dank seiner Leistung beim Duell gegen das britsche Nationalteam noch immer die zweitbeste in dieser Saison geschwommene Zeit über die 200 Freistil. Der Doppelweltmeister trat in Halle zudem nicht nur über die 50 (0:23,18) und 100 Freistil (0:50,05 bzw. 0:50,31) an, sondern vesuchte sich auch über die 200 Meter Schmetterling, die er in 2:01,80 Minuten vor Yannick Lebherz für sich entschied. Trainer Frank Embacher war mit der Leistung Biedermanns nicht vollends zufrieden.
Skvortsov mit Meeting-Rekord
Sein Sohn Toni Embacher musste den Wettkampf vom Beckenrand aus verfolgen. Auf Grund eines grippalen Infekts hatte er auch ein Trainingslager des DSV für Schmetterlingsspezialisten in Hamburg abbrechen müssen. Bei diesem war unter anderem auch der Russe Nikolai Skvortsov dabei, der die Gelegenheit in Deutschland zu sein auch gleich nutzte, um am ISM in Berlin teilzunehmen. Hier schwamm er über die 100 Meter Schmetterling in 52,98 Sekunden die drittschnellste Zeit der Nach-Hightech-Ära und stellte über die doppelte Distanz in 1:58,22 einen neuen Meeting-Rekord auf. Dies gelang über die 200 Meter Brust auch Michael Jamieson aus Großbritannien, der mit 2:12,62 Minuten für ein weiteres Highlight der Veranstaltung sorgte.
Auch US-Schwimmer mit Top-Zeiten
Doch nicht nur in Halle und Berlin gab es am vergangenen Wochenende herausragende Leistungen zu bestaunen. In Austin (Texas) trafen sich auf einer weiteren Station des USA Swimming Grand Prix etliche US-Spitzenschwimmer. Über die 100 Meter Rücken schwamm Matt Grevers in 53,05 Sekunden nur sieben Hundertstel am alten “Textil-Weltrekord” seines Landsmanns Aaron Peirsol vorbei. Rebecca Soni schwamm über 200 Brust in 2:22,91 Sekunden mit Abstand neue Weltjahresbestzeit. Auch der Brasilianer Cesar Cielo setzte sich mit der Zeit von 49,13 über 100 Freistil an die Spitze der Bestenliste des Jahres 2010. Über 200 Lagen kratze Ariana Kukors in 2:10,34 Minuten am alten Textil-Weltrekord von 2:09,72 Minuten. Natalie Coughlin gab in Austin ihr Comeback, seit den Olympischen Spielen 2008 hatte sie keinen Wettkampf mehr bestritten.
Ausnahmeschwimmer Michael Phelps schwamm zwar nicht in Austin, war jedoch trotzdem aktiv am Wochenende. Beim Maryland Championships auf der Yard-Bahn stellte er über die 200yd Schmetterling einen neuen US-Rekord auf.
Ebenfalls am vergangenen Wochenende fand zudem im französischen Lyon ein internationales Meeting statt, bei dem Ranomi Kromowidjojo aus den Niederlanden in 24,93 Sekunden über 50 Meter Freistil und 54,27 Sekunden über die doppelte Distanz für die ersten Duftmarken des Jahres 2010 sorgte.




[...] Rupprath 2003 bei der Weltmeisterschaft in Barcelona aufgestellt hatte. Kurz zuvor war Grevers in 53,05 Sekunden über die doppelte Distanz knapp an der Bestmarke seines Landsmanns Aaron Peirsol [...]
Joa, die Pellegrini ging schon ganz gut ab… Bin mal gespannt, was sie bei der EM in Budapest so zeigen wird…
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