Steffen sagt Deutsche Meisterschaft ab
(22.06.2010) Was sich bereits angedeutet hatte steht nun fest: Britta Steffen wird bei den Deutschen Meisterschaften in der kommenden Woche nicht an den Start gehen. Ihre Teilnahme an den Europameisterschafen in Budapest ist nach wie vor offen. “Sie wird in Berlin wegen ihres Trainingsrückstandes nicht schwimmen. Über einen EM-Start ist noch nicht endgültig entschieden. Ich habe noch leise Hoffnung. Britta ist unsere Vorzeigesportlerin und ganz wichtig für das Team”, sagte Bundestrainer Dirk Lange nach einem Treffen mit Steffen und deren Trainer Norbert Warnatzsch am Vormittag.
Bei den Deutschen Meisterschaften bestände die einzige Möglichkeit, die Normen für die Schwimm-EM zu erbringen. Zwar stellte Lange bereits in Aussicht, Steffen auch ohne diese mitzunehmen, doch dazu meint die Weltmeisterin: “Ich will einer jungen Schwimmerin, die sich qualifiziert hat, nicht den Platz wegnehmen.” Steffen hatte in den vergangenen Monaten unter anderem aufgrund von Nasennebenhöhlenproblemen kaum ausreichend trainieren können. “Als Schwimmerin brauche ich aber die Kilometer im Wasser, deshalb kann die Form nicht top sein”, erklärte sie.
Trotzdem hoffen die Verantwortlichen des Deutschen Schwimm-Verbandes weiter. “Der DSV hat ein fundamentales Interesse daran, dass Britta startet. Sie ist gut für vier bis fünf Medaillen”, so Lange. Sportdirektor Lutz Buschkow erklärte: “Britta hat eine herausragende Stellung. Wir halten uns alle Optionen offen.” Und: “Die Hoffnung stirbt immer zuletzt.”
Die 26-Jährige richtet ihren Blick nun bereits auf die Großereignisse der kommenden Jahre, von einem Karriereende vor London 2012 will sie weiterhin nichts wissen. “Budapest ist nur eine EM. Ich bin auf die WM 2011 in Schanghai und auf Olympia 2012 fixiert.”
(Foto: SG Neukölln)







[...] Fall Britta Steffen gibt es dabei nach wie vor nichts neues, erst müssen die medizinischen Untersuchungen abgewartet [...]