DSVler überzeugen bei Generalprobe
(14.06.2010) In diesem Jahr hatte die hochklassig besetzte Mare Nostrum Tour wie schon in der Vergangenheit einiges zu bieten an hervorragenden Leistungen. Auch die deutschen Schwimmer konnten gegen die Konkurrenz aus Europa, den USA oder auch aus Australien einige Siege davontragen. Weltrekorde – wie im vergangenen Jahr – gab es erwartungsgemäß nicht, dafür einige Weltjahresbestzeiten. Zudem stellten mehrere DSV-Athleten unter Beweis, dass die Deutschen Meisterschaften und damit auch die EM-Qualifikation kommen können.
In Monaco konnte Paul Biedermann bei der Generalprobe für die Deutschen Meisterschaften in zwei Wochen überzeugen und sicherte sich die Siege über seine Weltmeisterstrecken 200 und 400 Meter Freistil. Zum Auftakt ließ er in 3:48,77 Minuten über die 400 Freistil den aktuellen Weltjahresbesten, Lin Zhang aus China, gut drei Zehntel hinter sich und schob sich in der Weltrangliste damit auf Rang zehn.
Tags darauf gewann der Hallenser auch die halbe Distanz in 1:46,82 Minuten und liegt damit hinter dem französischen Supertalent Yannick Agnel auf Platz zwei der Weltrangliste. Doch laut Biedermann ist noch Luft nach oben: “Das Rennen war okay, ich habe noch technische Mängel bemerkt und werde weiter dran bleiben.”
Auch Feldwehr, Brandt und Deibler mit Siegen
Neben den Triumphen von Paul Biedermann gab es auch weitere Siege von Schwimmern des DSV auf der hochkarätig besetzten Tour. Hendrik Feldwehr sicherte sich den Sieg über die 50 Meter Brust in dem im k.o-Modus Mann gegen Mann ausgetragenen Finale in 27,92 Sekunden. Für Top-Leistungen sorgte auch Dorothea Brandt. Die Berlinerin gewann in Monaco die 50 Meter Freistil in 25,15 Sekunden. In Canet steigerte sie ihre Zeit sogar noch einmal auf 25,06 Sekunden und liegt in der Weltrangliste damit auf Platz fünf und zudem bereits unter der EM-Norm. Am letzten Tag der Tour sorgte dann Steffen Deibler in 23,89 Sekunden über die 50 Meter Schmetterling für einen weiteren Sieg der DSV-Schwimmer.
DSV-Schwimmer auf dem Weg zu den EM-Normen
Auch mit Blick auf die EM-Normen gab es einige gute Leistungen der deutschen Schwimmer. Für Biedermann waren sie bei seinen Auftritten erwartungsgemäß kein Problem. Auch Daniela Samulski, die bereits vor einigen Wochen bewiesen hatte, dass die Zeiten für Budapest keine Hürde für sie sein dürften, überzeugte erneut. Auf den 200 Meter Rücken konnte zudem Jenny Mensing in 2:10,85 Minuten bereits unter der EM-Norm bleiben. Benjamin Starke schwamm mit seiner 1:48,59 über die 200 Meter Freistil in den Bereich der Pflichtzeit. Auch Steffen Deibler ist über die 50 Freistil (22,42) und Schmetterling (23,86) nicht allzu weit davon entfernt. Marco Koch überzeugte mit seiner 2:13,48 Minuten im Vorlauf über die 200 Meter Brust zum Auftakt in Monaco. Im Finale bestätigte er diese Zeit in etwa, hier war er knapp vier Zehntel langsamer. Über die 100 Meter Freistil schwamm Daniela Schreiber mehrfach an die EM-Norm heran. Noch sind gut zwei Wochen Zeit, dann kommt es bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin darauf an. Nur hier haben die DSV-Schwimmer die Chance sich die Tickets für Budapest zu schnappen.
Weltjahresbestzeiten von Efimova, Soni und Alshammar
Für Weltjahresbestzeiten sorgten auf der Tour die Russin Yulia Efimova, die die 50 Meter Brust in Monaco in 30,35 Sekunden gewann und US-Star Rebecca Soni, die erneut unter Beweis stellen konnte, dass sie wohl eine der heißesten Kandidatinnen ist, wenn es darum geht einen der Hightech-Weltrekorde zu brechen. Über die 200 Meter Brust schwamm sie sich in 2:21,44 Minuten weiter an die Bestmarke Kanadierin Annamay Pierse heran. Zu den beiden Brustschwimmerinnen gesellte sich Therese Alshammar aus Schweden, die über die 50 Meter Schmetterling in 25,49 Sekunden eine neue Weltjahresbestzeit schwamm.






