Weltcup: Deibler-Doppelsieg zum Auftakt
(13.09.2010) Zwei Siege und fünf weitere Podestplätze gab es für die Schwimmer des DSV beim Weltcup-Auftakt in Rio de Janeiro. Vor allem Steffen Deibler präsentierte sich mit seinen Erfolgen über die Schmetterlingsstrecken in guter Form. Für die beste Leistung des Wochenendes sorgte der Brasilianer Thiago Pereira, der über die 200 Meter Lagen die schnellste Zeit ohne Unterstützung eines Hightech-Anzuges schwamm.
Nachdem er bei der Europameisterschaft in Budapest noch hinter seinen eigenen Erwartungen zurückgeblieben war, konnte Steffen Deibler nun beim Auftakt der Weltcup-Serie auf der Kurzbahn glänzen. Die 50 und 100 Meter Schmetterling entschied der 23-Jährige souverän für sich. Über die kurzen Freistilstrecken musste er sich zweimal nur um wenige Hundertstelsekunden Weltmeister Cesar Cielo geschlagen geben. “Ich war das erste Mal in Rio und fand die Stadt wirklich klasse. Ich freue mich über meine Leistungen und die Anfeuerungen von den Tribünen”, so Deibler, der mit seiner Zeit von 22,49 Sekunden über seine Weltrekordstrecke 50 Meter Schmetterling die insgesamt drittbeste Leistung ins Becken brachte. 911 Punkte war dies wert. Auch im Gesamtklassement liegt er in aussichtsreicher Position. Nach der ersten Station der Weltcupserie rangiert er hier an dritter Stelle. Der letzte Weltcup-Gesamtsieger aus den Reihen des DSV war in der Saison 2002/2003 Thomas Rupprath.
Auch Vogel und Mensing mit Podestplätzen
Über Podestplätze konnte sich auch Kerstin Vogel freuen. Die 50 Meter Brust beendete sie auf Rang zwei, über die doppelte Distanz wurde sie Dritte. Jenny Mensing kam über die 200 Meter Rücken auf Platz zwei. Bei den 100 Metern verpasste die Wiesbadenerin als Vierte knapp das Podest. Der vierte DSV-Athlet, Marco Koch, ging in Rio leer aus. Bei seinem einzigen Auslandsauftritt auf der Serie wurde er Vierter über die 200 Brust, die 100 Meter beendete er als Achter und über die 50 Meter scheiterte der 20-Jährige am Finaleinzug. Für Vogel, Mensing und Deibler geht es am 12. und 13. Oktober mit dem Weltcup in Peking weiter. Hier wird auch Dorothea Brandt zum Team stoßen.
Pereira stellt Textil-Weltrekord auf
Für die beste Leistung in Rio sorgte Thiago Pereira. Seine Zeit von 1:52,72 Minuten war 969 Punkte wert. Der Brasilianer blieb damit gut eine Sekunde über dem Weltrekord, den Darian Townsend aus Südafrika im vergangenen Jahr beim Weltcup in Berlin aufgestellt hatte. Rechnet man die mit den Hightech-Anzügen aufgestellten Leistungen heraus, war es sogar die schnellste je geschwommene Zeit. Mit weiteren Siegen über die 100 und 400 Lagen sowie die 200 Meter Freistil war Pereira auch insgesamt der erfolgreichste Athlet des Wochenendes. Danach kommt bei den Männern bereits Steffen Deibler mit je zwei ersten und zweiten Plätzen. Bei dem Damen führte kaum ein Weg an Therese Alshammar vorbei. Auf ihr Konto gingen drei Siege (50 und 100 Schmetterling, 50 Meter Freistil) und die punktbeste Leistung bei den Frauen mit 899 Zählern für die Zeit von 57,04 Sekunden über die 100 Meter Schmetterling. Insgesamt waren in Rio noch vergleichsweise wenige internationale Top-Athleten am Start. Bei der Asien-Tour werden dann unter anderem auch die Australier, angeführt von Leisel Jones, dabei sein.
Die Ergebnisse der DSV-Athleten in Rio:
| Steffen Deibler: | 1. 50 Schmetterling | 22,49 Sekunden |
| 1. 100 Schmetterling | 50,67 Sekunden | |
| 2. 50 Freistil | 21,23 Sekunden | |
| 2. 100 Freistil | 47,18 Sekunden | |
| Kerstin Vogel: | 2. 50 Brust | 31,82 Sekunden |
| 3. 100 Brust | 1:09,73 Minuten | |
| 20. 50 Freistil | 26,56 Sekunden | |
| Jenny Mensing: | 2. 200 Rücken | 2:09,44 Minuten |
| 4. 100 Rücken | 1:00,26 Minuten | |
| 9. 50 Rücken | 28,98 Sekunden | |
| Marco Koch: | 4. 200 Brust | 2:10,37 Minuten |
| 8. 100 Brust | 1:01,10 Minuten | |
| 10. 50 Brust | 28,13 Sekunden |






