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(02.09.2015) Bei der Schwimm-WM in Kasan sorgte Ryan Lochte mit einer neuen Technik bei den Freistilwenden für Aufsehen. Nach dem Abstoß von der Beckenwand absolvierte er die Delphinkicks nicht in Bauch-, sondern Rückenlage und drehte sich erst kurz vor dem Auftauchen. Was beim Freistilschwimmen ok ist, stellt beim Lagenschwimmen einen Regelverstoß dar.

Dazu will der Schwimm-Weltverband FINA eine offizielle Interpretion der aktuellen Regeln erarbeiten, in der dies klargestellt wird. Präsident Cornel Marculescu erklärte gegenüber dem Online-Portal swimswam, dass das technische Kommitee der FINA im November der Verbandsführung eine solche Formulierung vorlegen werden.

Bereits am Rande der Junioren-Weltmeisterschaften in Singapur hieß es von offizieller Seite, dass die von Lochte bei der WM in Kasan beim Lagenschwimmen gezeigte Technik nicht den Regeln entspricht und daher künftig mit Disqualifikationen zu ahnden ist.

Beim Lagenschwimmen muss auf der letzten Teilstrecke eine Technik verwendet werden, die weder als Schmetterling-, Rücken-, oder Brustschwimmen angesehen werden kann. Während beim Brust- und Schmetterlingssschwimmen eine Kombination aus Regeln zur Arm- und Beinbewegung die Lage klar definiert, ist beim Rückenschwimmen nur ausschlaggebend, dass die Strecke auf dem Rücken liegend absolviert wird.

Mit dem Abstoß in Rückenlage ist Lochte also Rücken geschwommen, was auf der letzten Teilstrecke bei Lagen nicht erlaubt ist. Diese Anwendung der Regel ist hierzulande bereits weit verbreitet. Auf internationalem Level zog dies erst durch die neue Wendentechnik des US-Superstars Diskussionen nach sich.

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