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(05.10.2015) Sie hat alles gewonnen, was man im Schwimmzirkus so abräumen kann: Die Australierin Leisel Jones wurde drei Mal Olmpiasiegerin, holte sieben WM-Titel, doch es gab nicht nur die erfolgreichen Momente in ihrer Karriere, wie sie jetzt in einer neuen Autobiografie mit dem Titel "Body Lenghts" (z.Dt.: Körperlängen) offenbart.

Jones hatte immer wieder mit Gefühlen der Minderwertigkeit und des Selbstzweifels zu kämpfen, bis hin zu konkreten Selbstmordgedanken. Auch die sportlichen Erfolge halfen nur wenig. Nach den Olympiasiegern dachte sie, die "Freunde würden mich jetzt mehr mögen, mein Verlobter mich mehr lieben. Und das dümmste: Ich dachte ich könnte mich selbst besser leiden."

Dass es nicht so einfach war, zeigte sich in einem Trainingslager im Jahr 2011 in Spanien. "Ich habe mich auf den Badezimmerfußboden gesetzt, mit Schlaftabletten und nachgedacht, wie ich aus der Hotelküche ein scharfes Messer stehlen könne, um mich damit umzubringen."

Nach den Olympischen Spielen 2012 beendete Jones ihre Karriere und scheint den Kampf gegen die Depressionen gewonnen zu haben. Mit ihrer Biografie will sie Menschen und Sportlern, denen es ähnlich geht, ein Stückchen Hoffnung geben.

Bild: Speedo

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