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(11.11.2015) Nach dem Bekanntwerden der systematischen Dopingpraktiken in Russland und die Verwicklungen des Moskauer Dopingtestlabors hat der Schwimm-Weltverband FINA erste Maßnahmen ergriffen. Unter anderem werden die in Moskau lagernden Proben der Schwimm-WM 2015 ins Labor nach Barcelona gebracht.

Außerdem erklärte die FINA: "Nach der Ankündigung offizieller Untersuchungen hatte sich die FINA entschlossen, den Großteil der russischen Dopingproben im Ausland testen zu lassen." So seien im Jahr 2015 80 Prozent der bei russischen Athleten genommenen Proben von den Laboren in Barcelona und Köln getestet worden.

Die bei den in Übersee lebenden russischen Schwimmern durchgeführten Test wurden von den Laboren in Salt Lake City (USA) und Montreal (Kanada) analysiert. Die unagekündigten Trainingsproben seien im Auftrag der FINA von einer schwedischen Firma durchgeführt worden. Mittlerweile wurde dem Anti-Doping-Labor in Moskau die Zulassung der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) entzogen.

In einer Pressemitteilung des Verbandes erklärte FINA-Präsident Julio Maglione: "Die FINA hat einen festen und unumstößlichen Standpunkt zu Dopingpraktiken, unser Ziel ist es, das Schwimmen vom Doping zu befreien. Die FINA ist entschlossen alles Notwendige zu tun, damit es der sauberste Sport der Welt wird."

Im Zuge der Enthüllungen der vergangenen Tage hatten sich auch mehrere Top-Trainer des Schwimmsports zu Wort gemeldet. Unter anderem gab es Vorwürfe, die FINA würde den Dopingkampf nicht ernst genug nehmen. Als Beispiele seien hier die Verkürzungen beziehungsweise Verschleierungen von Dopingstrafen gegen Spitzenstars wie Yuliya Efimova oder den chinesischen Olympiasieger Sun Yang genannt.

Weitere Infos zum Thema: FINA ließ russische Dopingproben u.a. in Köln testen

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