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(17.12.2015) Die Ärztin, die dem südkoreanischen Olympiasieger Park Tae-Hwan Spritzen mit anabolen Steroiden verabreicht hat, wurde von einem Gericht zu einer Geldstrafe von 847 Dollar (775 Euro) verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Medizinerin es versäumt habe, die Mittel in der Akte des Freistilspezialisten zu vermerken.

Vom Vorwurf der Körperverletzung wurde sie jedoch freigesprochen. Das Management Parks hatte erklärt, der Sportler habe nichts von der Verabreichung der Mittel gewusst, diese seinen auch nicht in seiner Krankenakte zu finden. Dem widersprach die Ärztin und betonte, sie sei als Sündenbock missbraucht worden.

Park wurde wegen eines positiven Dopingtests vom Weltverband FINA gesperrt. Seine Strafe läuft noch bis März 2016, damit wäre der Goldmedaillengewinner der 400m Freistil von Peking bei den Spielen in Rio de Janeiro wieder startberechtigt. Eine nationale Regelung, die für südkoreanische Dopingsünder Sperren von drei Jahren vorsieht, könnte dem 26-Jährigen jedoch einen Strich durch die Rechnung machen. Ob diese zur Anwendung kommt, bleibt aber abzuwarten.

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