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(07.01.2015) "Iron Lady" Katinka Hosszu kann nicht nur im Schwimmbecken harte Seiten aufziehen. Auch in der Außeinandersetzung mit ihrem nationalen Schwimmverband ließ die Ungarin nun die Muskeln spielen. Die Weltmeisterin erklärte am Donnerstag, dass sie die Zusammenarbeit beenden wolle.

Hintergrund sind Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Promotion der Schwimm-WM 2017 in Budapest und ihrer individuellen Förderung. Hosszu verweigerte die Unterschrift unter einem Vertrag, der ihr für die Olympia-Vorbereitung in diesem Jahr zwar etwa 40.000 Euro gebracht hätte, sie aber auch zum aktiven Mitwirken an der Werbung für die Heim-WM im kommenden Jahr verpflichten würde.

In einer Pressemitteilung erklärte sie, dass sie diese Gelegenheit lieber nutzt, um aufmerksam zu machen auf die mangelnden Ressourcen, die der Verband seinen Mitarbeitern und Athleten zur Verfügung stellt. Die finanziellen Mittel ihres Vertrages seien besser in die Schaffung angemessener Trainingsbedingungen zu investieren, so Hosszu. Sie warf dem Verband vor keinen Willen zur Verbesserung zu zeigen und sich mit dem Status Quo zufrieden zu geben.

In der Vergangenheit gab es immer wieder Auseinandersetzungen zwischen Hosszu und dem ungarischen Verband. Erst im Dezember erklärte sie im Rahmen einer Pressekonferenz, die Offiziellen würden ihr trotz WM-Medaillen und Weltrekorden am Fließband vorwerfen, keine Resultate zu bringen, da ihr noch immer eine olympische Medaille fehle.

Auch der Verband selbst meldete sich in der Zwischenzeit zu Wort. Präsident Tamás Gyárfás erklärte laut einheimischen Medien, dass man großes Interesse daran habe, zu einer Übereinkunft zu kommen. Hosszu selbst meinte, sie wolle in jedem Fall auch weiterhin für Ungarn starten.

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