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(11.02.2016) Der Zeitplan der Schwimm-Wettbewerbe bei den Olympischen Spielen in Rio stellt nicht nur die deutschen TV-Zuschauer (Finals ab 3 Uhr MEZ) vor Probleme, sondern birgt auch eine neue Herausforderung für die Athleten selbst. Die Endläufe beginnen erst nachts um 22 Uhr Ortstzeit. Auch Paul Biedermann bereitet sich nun speziell auf diesen Tagesrhythmus vor.

"Wir testen für Rio", erklärt Biedermanns Coach Frank Embacher gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung. Statt des gewohnten Trainings am Morgen steht für den Weltrekordhalter in dieser Woche die erste Tageseinheit nun mittags auf dem Programm. Dies soll die Vorläufe der Wettbewerbe in Rio simulieren. Dann geht es noch einmal, analog zu den Nachtfinals, zwischen 22 und 0 Uhr ins Becken.

„Wir haben keine Erfahrungen, sind noch nie zu solch ungünstigen Zeiten einen Wettkampf geschwommen", so Embacher, dessen Schützling diesen Test noch bis kommenden Dienstag durchziehen wird.

Zuletzt hatten auch weitere deutsche Spitzenschwimmer wie die Magdeburger um Franziska Hentke oder auch Steffen Deibler und Jacob Heidtmann in Hamburg die ungewöhnlichen Wettkampfzeiten im Training getestet.

Grund des verrückten Zeitplans bei Olympia 2016 sind die Vorgaben der TV-Sender aus den USA. Diese haben sich die millardenschweren Übertragungsrechte an den Spielen in Rio gesichert und wollen die Schwimmer gern zur Primetime über den Bildschirm jagen sehen.

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