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(27.06.2015) Mit einem Sieg von Maxine Wolters über die 200m Lagen sind die Schwimmwettbewerbe bei den ersten Europspielen der Sportgeschichte zu Ende gegangen. Auch am letzten Tag dominierten die Athleten aus Russland.


Fünf spannende Schwimmtage bei den Europaspielen in Baku liegen hinter uns. Insgsamt 13 Medaillen konnten die deutschen Nachwuchsschwimmer bei der in diesem Rahmen ausgetragenen Junioren-Europameisterschaft holen. Im letzten Finalabschnitt gab es einen Podestplatz für das DSV-Team.

Den Kracher des Tages lieferte Maxine Wolters ab. Über die 200m Lagen schnappte sich die Hamburgerin in 2:13,37 Minuten den Titel als European Games Champion 2015. Wolters unterbot damit ihren Deutschen Altersklassenrekord bei den 16-Jährigen, den sie bei der Schwimm-DM im April aufgestellt hatte, um 6,1 Zehntel. Team-Kollegin Julia Mrozinski wurde in 2:16,88 Minuten Siebte.

Wolters kann einen kompletten Medaillensatz aus Baku mit nach Haus bringen. In den vergangenen Tagen hatte sie bereits über die 200m Rücken Silber und mit der gemischten Lagenstaffel Bronze gewonnen. Und dann hätte es für sie heute zum Abschluss des Tages fast mit der 4x200m Freistilstaffel noch eine weitere Medaille gegeben.

Wolters sowie Leonie Kullmann, Josephine Tesch und Katrin Gottwald waren mittendrin im Kampf um die Podestplätze. Am Ende mussten sie sich aber in 8:07,75 Minuten mit dem vierten Rang zufrieden geben. Den Sieg sicherte sich in 8:03,45 Minuten die Staffel aus Russland.

Auch die Lagenstaffel der Herren verpasste die Medaillenränge. Marek Ulrich, Leo Schmidt, Johannes Tesch und Konstantin Walter kamen in 3:42,56 Minuten auf den fünften Platz und auch über diese Strecke führte kein Weg am Team aus Russland (3:36,38) vorbei.

Über die 400m Lagen hatte der DSV zwei Athleten am Start. Hier landeten Paul Hentschel (4:25,24) und Tobias Niestroy (4:25,26) fast zeitgleich auf die Plätze sechs und sieben. Gold ging hier ebenfalls an Russland. Nikolay Sokolov entschied diese Strecke in 4:19,44 Minuten für sich.

Jana Zinnecker sprintete in einem unglaublich knappen Finale über die 50m Schmetterling in 27,22 Sekunden auf den fünften Platz. Zur Österreicherin Carolie Pilhatsch, die Silber holte, fehlten ihr nur vier Hundertstel.

Gold über die 50m Schmetterling ging an Polina Egorova (26,82), die damit bereits ihren sechsten Sieg in Baku feierte. Sie hatte heute zudem die 100m Rücken in 1:01,19 Minuten für sich entscheiden können.

Die weiteren Finals fanden ohne DSV-Beteiliggung statt und hier dominierten die Schwimmer aus Russland. Daniil Pakhomov holte in 52,72 Sekunden Gold über die 100m Schmetterling. Über die 100m Brust konnte Anton Chupkov glänzen. In 1:00,65 Minuten stellte er einen neuen Junioren-Weltrekord auf. Schon die doppelte Distanz hatte Chupkov in Baku für sich entschieden. Bei den Damen machte Maria Astashkina über die 100m Brust in 1:07,71 Minuten das Triple perfekt: Auch die 50- und 200m-Strecke hatte sie bereits für sich entschieden.

Auch den Sieg über die 200m Freistil der Herren trug ein Schwimmer davon, der bereits in den vergangenen Tagen glänzen konnte. Der Brite Duncan Scott sicherte sich in 1:48,55 Minuten den Sieg. Er hatte auch die 100m-Strecke schon für sich entschieden. Über die 50m Freistil holte Ziv Kalontarov (22,16) den Titel.

Am Ende nimmt Russland einen dominanten ersten Platz im Medaillenspiegel ein. Mit insgesamt 23 Siegen hatte das Team mehr Strecken für sich entscheiden können als alle anderen Mannschaften zusammen. Das DSV-Team landet auf Platz drei hinter Großbritannien.

Links zu den Europaspielen (Junioren-EM) 2015:

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