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(07.08.2015) Happy Birthday, Paule! Heute feiert der DSV-Star seinen 29. Geburtstag. Wir haben am Rande der Schwimm-Weltmeisterschaften mit dem Weltrekordhalter zusammengesessen und über seine Leistung in Kasan sowie das bevorstehende letzte Jahr seiner Karriere gesprochen.


"Ich wünsche mir nur Gesundheit und verletzungsfrei zu bleiben. Das ist eigentlich alles, was ich brauche“, meint DSV-Star Paul Biedermann mit Blick auf die Wünsche zu seinem heutigen 29. Geburtstag. Diese mögen banal klingen, doch gerade der Hallenser weiß, wie wichtig die Gesundheit sein kann.

In den vergangenen Jahren hatte er immer wieder mit Problemen zu kämpfen, verpasste deswegen unter anderem die Schwimm-Weltmeisterschaften 2013 in Barcelona. „Ich bin manchmal recht sensibel“, so Biedermann, der daher besonders auf äußere Einflüsse achtet – vom Essen bis hin zu Klimaanlagen, die schnell mal für eine verschnupfte Nase sorgen können.

„Ich bin froh, wenn ich mir um so etwas keinen Kopf mehr machen muss“, erklärt der Weltrekordhalter, der nach den Olympischen Spielen 2016 seine Karriere beenden will. Dies steht für ihn fest, komme da was wolle. „Wäre die WM 2017 in Deutschland gewesen, dann hätte ich vielleicht noch ein Jahr drangehangen.“ So ist seine Entscheidung nun aber unumstößlich, egal wie die Ergebnisse in Rio ausfallen.

Dementsprechend gelöst und locker wirkt Biedermann auf der Zielgeraden seiner Karriere. Das letzte Jahr will er noch einmal mitnehmen und jeden Moment genießen. Doch eine gewisse Vorfreude auf das, was danach kommt, lässt sich nicht verbergen. „Ich habe jetzt 18 Jahre Leistungssport betrieben. Wenn man so lange Zeit dasselbe macht, will man auch irgendwann wissen, was es noch so da draußen gibt.“

Bei der Schwimm-WM in Kasan hat Biedermann schon einmal einen vielversprechenden Start in sein letztes Karrierejahr hingelegt. Über die 200m Freistil holte er sich Bronze und ließ dabei unter anderem US-Star Ryan Lochte hinter sich. Der überraschte mit einer neuen Technik nach den Wenden, bei der er die Unterwasserkicks in Rückenlage absolvierte.

„Das fällt natürlich schon auf, wenn da auf einmal neben dir einer auf dem Rücken schwimmt“, meint Biedermann, der im Rennen stets ein Auge auf die Konkurrenten hat. „Ich weiß genau, wer wo seine Stärken und Schwächen hat.“ Dementsprechend weiß er auch einzuschätzen, wo er selbst im Rennen liegt und hatte so zum Beispiel keine Befürchtungen als der Südafrikaner le Clos auf der Bahn neben ihm das Rennen in fulminantem Tempo anging.

Mit der Bronzemedaille hat sich Biedermann offiziell in der Weltspitze zurückgemeldet. Und heute könnte er sich noch einmal mit einer tollen Leistung von der WM-Bühne verabschieden. Sollte er nicht in der 4x100m Lagenstaffel des DSV zum Einsatz kommen, wird das heutige Finale über die 4x200m Freistil das letzte Rennen von Paul Biedermann bei einer Weltmeisterschaft werden.

Im Vorlauf lief es schon voll nach Plan. Mit guten Zeiten qualifizierte sich die Staffel um Biedermann als Vierter für den Endlauf. Mal schauen, was Biedermann am Ende seiner WM-Laufbahn heute noch einmal aus dem Hut zaubern kann!

 

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