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(13.08.2015) Die deutschen Schwimmer haben bei den Weltmeisterschaften in Kasan den bei der EM 2014 eingeläuteten Aufwärtstrend fortgesetzt. Das Team erfüllte die Vorgabe von drei Medaillen und auch das Ziel, zahlreiche persönliche Bestleistungen zu verbessern. Wir haben aus dem WM-Geschehen acht Highlights herausgepickt, für die das DSV-Team sorgen konnte:


Marco Koch - Ein Hoch auf den Weltmeister: DAS Highlight der WM in Kasan für das deutsche Team, da dürften wir uns einig sein, war der Weltmeistertitel für Marco Koch. Nach sechs Jahren gab es bei einer Langbahn-WM wieder Gold für das DSV-Team. Es macht Koch umso sympathischer, dass er trotz des Triumphes direkt wieder seine Leistung kritisch analysiert und nach den Stellschrauben auf dem Weg zu den nächsten Top-Leistungen sucht.

Finnia Wunram und Rob Muffels - Die Zukunft des Freiwasserschwimmens: Schon der erste Tag der Schwimm-WM 2015 brachte Glanzmomente für das deutsche Team. Die Freiwasserschwimmer brauchen keine Zukunftssorgen zu haben. Die beiden Youngsters Finnia Wunram und Rob Muffels haben mit ihren Medaillen über die 5km-Strecke groß auftrumpfen können. Muffels war zudem Teil des Weltmeister-Trios über die 5km im Team-Wettbewerb. Starke Vorstellung der beiden DSV-Hoffnungen.

Paul Biedermann - Der Star meldet sich zurück: Viele haben darauf gehofft, so mancher es ihm nicht zugetraut, aber Paul Biedermann hat es geschafft. Bei der Schwimm-WM in Kasan gelang ihm der Sprung aufs WM-Podest über seine Paradestrecke 200m Freistil. In einem engen Finale erkämpfte er Bronze und ließ Ryan Lochte hinter sich. Ein Jahr vor Olympia schickt Biedermann die Nachricht, dass auch in Rio mit ihm zu rechnen sein wird.

Die Mixed-Lagenstaffel - Eine Medaille aus dem Nichts: Ja, was war das denn? Alle anderen deutsche Staffeln freuen sich, wenn sie überhaupt ins Finale kommen und die gemischte Lagenstaffel haut einen richtigen Kracher raus. Noch kurz vor der WM hieß es, der DSV wolle gar keine gemischten Staffeln melden. Dann brachte man sie doch an den Start - und das hat sich gelohnt. Völlig überraschend sicherten sich Jan-Philip Glania, Hendrik Feldwehr, Alexandra Wenk und Annika Bruhn die Bronzemedaille - Hammer. Und es war außerdem ein historischer Erfolg: Die 4x100m Lagen mixed wurden in Kasan zum ersten Mal bei einer Langbahn-WM geschwommen. Gelungene Premiere aus DSV-Sicht.

Jacob Heidtmann - Willkommen in der Weltspitze: Mit dem werden wir noch viel Spaß haben! Jacob Heidtmann hat die Schwimm-WM am letzten Finaltag in Kasan mit einem Ausrufezeichen zu Ende gebracht. Über die 400m Lagen wurde der 20-jährige Hamburger sensationeller WM-Fünfter und knackte dabei zudem in 4:12,08 Minuten den Deutschen Rekord von Yannick Lebherz. Dieser hat in Kasan verletzt gefehlt und wird sich diese Bestmarke sicher zurückholen wollen. Mit Youngster Johannes Hintze und dem Mainzer Kevin Wedel stehen zudem zwei weitere starke Schwimmer über die 400m Lagen bereit. Wir freuen uns schon auf die Finals bei den Deutschen Meisterschaften in den kommenden Jahren.

Alexandra Wenk - Rekordknaller zum WM-Auftakt: So wie Heidtmann die WM mit einem Knaller beendete, zündete Alexandra Wenk zum Auftakt der Titelkämpfe eine Rekordrakete. Über die 100m Schmetterling stellte sie im Halbfinale in 57,77 Sekunden eine neue deutsche Bestmarke auf. Am Tag darauf belegte die 20-jährige Münchnerin in ihrem ersten WM-Finale den siebten Platz.

Vanessa Grimberg - Das Kratzen am Rekord: Stark präsentierte sich in Kasan auch Vanessa Grimberg. Obwohl es für sie über die 200m Brust "nur" zu Platz 14 im Halbfinale reichte, durfte die Stuttgarterin sich freuen. Grimberg verbesserte ihre Bestzeit in Kasan um mehr als eine Sekunde und blieb im Semifinale in 2:25,36 Minuten nur drei Hundertstel über dem acht Jahre alten Deutschen Rekord von Birte Steven.

Sarah Köhler - Bestzeitkracher auf der Langstrecke: Bestzeit sollten die DSV-Athleten in Kasan schwimmen. Sarah Köhler tat dies, und wie: Über die 800m Freistil verbesserte sie ihre Bestzeit über Vorlauf und Finale hinweg um mehr als viereinhalb Sekunden und wurde WM-Siebte. Mit ihrer Zeit von 8:23,67 Minuten arbeitet sie sich auch langsam zum Deutschen Uralt-Rekord von Anke Möhring (8:19,53) vor. Dieser besteht bereits seit dem Jahr 1987.

 

 

 

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