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Die Berichterstattung zur Kurzbahn-DM 2015 wird präsentiert von Speedo!

(21.11.2015) Ein echter Krachertag bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal: Zunächst schnappte sich Florian Vogel den Deutschen Rekord über die 800m Freistil. Dann qualifizierten sich mit Dominik Franke und Andreas Wiesner zwei Newcomer für die Kurzbahn-EM.


Diesen Rekord wollte er unbedingt haben: Mit einem bärenstarken Rennen nahm Florian Vogel heute bei der Kurzbahn-DM in Wuppertal über die 800m Freistil dem DSV-Star Paul Biedermann den Deutschen Rekord ab. „Darauf habe ich 365 Tage hingearbeitet“, meinte Vogel, der im vergangenen Jahr noch knapp an der Bestmarke vorbeigeschrammt war.

In 7:33,44 Minuten war der Münchener fast um zwei Sekunden schneller als Biedermann, der die Bestmarke von 7:35,23 Minuten bei den Kurzbahn-Europameisterschaften 2008 in Rijeka aufgestellt hatte. Die weiteren Medaillen schnappten sich Ruwen Straub (7:38,36) und Sören Meißner (7:46,02). Zudem gab es einen neuen Deutschen Altersklassenrekord bei den 18-Jährigen durch Henning Mühlleitner, der in 7:48,98 Minuten Vierter wurde.

Einen weiteren Deutschen Rekord hätte es fast von Franziska Hentke gegeben. Über die 200m Schmetterling verpasste sie die von ihr selbst gehaltene Bestmarke in 2:03,86 Minuten nur um 3,9 Zehntel. Hentke blieb damit locker unter der EM-Norm. „Damit bin ich sehr zufrieden. Mein Training ist auf die EM ausgerichtet, hier schwimme ich aus dem Training heraus“, erklärte sie nach dem Rennen. Silber ging in 2:07,92 Minuten an die Schweizerin Martina van Berkel. Dahinter kam Lisa Höpink in 2:08,45 Minuten auf Platz drei.

Ein wahres Herzschlagfinale gab es über die 200m Schmetterling der Herren. Lange Zeit hatte Philip Heintz hier in Führung gelegen, doch auf den letzten Metern wurde er noch von Titelverteidiger Markus Gierke abgefangen. Dieser schlug in 1:53,61 Minuten an. Bei Heintz waren es 1:53,63 Minuten. Beide knackten damit die EM-Norm. Die Bronzemedaille schnappte sich Kevin Wedel in 1:54,20 Minuten.

Über die 100m Freistil ließ sich Steffen Deibler wie schon im vergangenen Jahr nicht die Butter vom Brot nehmen und holte in 47,43 Sekunden Gold. „Es war echt ein hartes Rennen“, meinte Deibler nach dem Finale. Hinter ihm ging Silber in 47,70 Sekunden an Philip Wolf, der nur knapp vor seinem Münchner Team-Kollegen Marius Kusch anschlug und sich damit sein Ticket für die Kurzbahn-EM sicherte.

Auch über die 200m Lagen siegte die Titelverteidigerin. Alexandra Wenk war hier in 2:08,73 Minuten nicht zu schlagen. Auf Platz zwei kam Franziska Hentke (2:10,16) vor der Polin Katarzyna Baranowska (2:10,42). Wenk und Hentke sicherten sich damit weitere EM-Startplätze. Auf Platz fünf stellte zudem Maxine Wolters in 2:10,71 Minuten einen neuen Altersklassenrekord bei den 16-Jährigen auf.

Ein packendes Finale lieferten sich die Athleten über die 200m Rücken. Hier brachte Newcomer Andreas Wiesner (1:53,70) den EM-Medaillengewinner Jan-Philip Glania in Bedrängnis. Am Ende gewann Glania in 1:53,24 Minuten, doch Wiesner durfte neben Silber seine erste Qualifikation für eine internationale Meisterschaft bejubeln. Auf den dritten Platz kam Felix Wolf (1:54,86). Zudem stellte Ramon Klenz in 1:55,69 Minuten einen neuen Altersklassenrekord bei den 17-Jährige auf.

Mit Dominik Franke wird es einen weiteren Neuzugang im Nationalteam geben. Der Vorjahreszweite entschied die 100m Lagen für sich und knackte in 53,81 Sekunden locker die EM-Norm. Es wäre das erste Mal, dass er für den DSV bei einem internationalen Großevent startet. Julius Flohr (54,42) und  Max Ziemann (54,97) holten die weiteren Medaillen.

Über die 200m Freistil gewann Annika Brunn in 1:56,30 Minuten vor Marlene Hüther (1:56,85) die Goldmedaille. Beide knackten die EM-Norm. Auf Platz drei landete Johanna Friedrich in 1:57,45 Minuten.

Auch schnell gesprintet wurde heute. Wie schon im vergangenen Jahr ging der Titel über die 50m Rücken erneut an Doris Eichhorn. Sie unterbot in 27,56 Sekunden die EM-Norm und kündigte direkt an auch mit zur EM fahren zu wollen. Auch Nina Kost (27,80) und Selina Hocke (27,84) schafften den Sprung auf das Podest.

Über die 50m Brust der Damen empfahlen sich Dorothea Brandt (30,46) und Caroline Ruhnau (30,82) für die EM. Brandts Tendenz geht jedoch derzeit dahin, nicht zur Europameisterschaft zu reisen. Sie ließ sich die finale Entscheidung aber noch offen. Auf Platz drei über die 50m Brust war Nicole Heidemann (31,10) gelandet.

Bei den Herren hatte bereits im Vorlauf kein Athlet die geforderte Norm im Brustsprint erreichen können. Im Finale war dann Hendrik Feldwehr in 26,88 Sekunden eine Klasse für sich. Dahinter holten Erik Steinhagen (27,13) und Yannick Lindenberg die weiteren Medaillen. Die abschließenden Lagenstaffeln der Damen und Herren gingen an die Schwimmer der SG Essen.

 

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