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Die swimsportnews-Berichterstattung zur Kurzbahn-EM 2015 wird präsentiert von Speedo

(02.12.2015) Auf "Paule" ist Verlass: Das Aushängeschild des deutschen Schwimmsports sorgte bei seiner letzten internationalen Meisterschaft für einen gelungenen Auftakt. Bei der Kurzbahn-EM gab es Silber über die 400m Freistil. In den weiteren Finals musste UK-Star Adam Peaty eine knappe Niederlage einstecken.


So hat sich Chef-Bundestrainer Henning Lambertz das vorgestellt: Am ersten Tag der Kurzbahn-EM 2015 gab es dank Routinier Paul Biedermann direkt die erste Medaille für das DSV-Team. Über die 400m Freistil schwamm der Hallenser mit einer starken zweiten Rennhälfte zu Silber.

In 3:35,96 Minuten konnte er lediglich den Ungarn Petar Bernek auf den letzten Metern nicht mehr abfangen, über seiner Leistung war Biedermann aber durchaus glücklich. In einem engen Kampf um Bronze setzte sich der Italiener Gabrielle Detti (3:37,22) durch. "Das war meine schnellste Zeit in Textil. Mit 29 Jahren bin ich zufrieden nochmal eine Bestzeit schwimmen zu können", so der Weltrekordhalter, der morgen noch über die 200m Freistil ran muss.

"Das war wirklich fantastisch, was er heute gemacht hat", meinte auch Henning Lambertz über die Leistung Biedermanns. "Ich bin sehr sehr zufrieden", so insgesamt das Fazit des Bundestrainers nach dem ersten Tag.  "Die Jungen feuern die Alten an, die Alten sind neugierig was die Jungen machen. Es ist eine ganz lockere, schöne Stimmung und so kann es eigentlich nur weitergehen."

Zwei weitere Endläufe fanden heute mit deutscher Beteiligung statt. Über die 200m Rücken steigerte sich Jan-Philip Glania in 1:51,31 Minuten im Vergleich zum Vorlauf leicht. Der Frankfurter landete damit auf Platz fünf. Der Pole Radoslaw Kawecki holte in neuem Veranstaltungsrekord von 1:48,33 Minuten den Sieg. Silber ging an Yakov Toumarkin (1:49,84) von den Gastgebern. Auf den dritten Platz kam der Italiener Simone Sabbioni (1:50,75).

Franziska Hentke schwamm in 4:34,50 Minuten auf Platz sieben über die 400m Lagen. Ihr Fokus liegt jedoch auf der Paradestrecke 200m Schmetterling. "Die Schmetterling zu Beginn waren gut, das stimmt mich zuversichtlich für die 200m", erklärte die Magdeburgerin nach dem Rennen.

Gold ging an Weltrekordjägerin Katinka Hosszu, die diesmal ausnahmsweise keine neue Bestmarke aufstellte. In 4:19,75 Minuten verpasste sie den Rekord, den sie heute Morgen im Vorlauf gesetzt hatte, um 2,9 Zehntel. Auf Platz zwei schwamm Hannah Miley aus Großbritannien in 4:26,97. Die Französin Lara Grangeon (4:27,31) komplettierte das Podium.

Eine erste Überraschung der EM gab es im unglaublich knappen Finale über die 50m Brust der Herren. Der Slowene Damir Dugonjic schnappte über die 50m Brust in 26,21 Sekunden dem britischen Top-Favoriten Adam Peaty den Sieg um eine Hundertstel vor der Nase weg. Auch dahinter ging es eng zu: Bronze holten sich zeitgleich der Ire Alex Murphy und Oleg Kostin aus Russland in 26,35 Sekunden.

Bei den Damen setzte sich die Finnin Jenna Laukkanen über die 50m Brust in 29,71 Sekunden durch. Sie verwies die Belgierin Fanny Lecluyse (29,84) auf Platz zwei. Bronze ging an die Russin Natalia Ivaneeva (29,99).

Zum Abschluss des Tages wurde dann noch gesprintet: Über die 4x50m Freistil der Herren schnappte sich in 1:23,49 Minuten die Staffel aus Russland Gold. Erst 0,95 Sekunden dahinter schlug das Team aus Italien an. Bronze ging an Weißrussland in 1:25,01 Minuten. Der DSV schickt bei der EM keine Freistilstaffeln an den Start.

Wie es in den heutigen Halbfinals lief, könnt ihr hier nachlesen:

EM-Halbfinals: Newcomer Kusch schmettert in den Endlauf

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