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Die swimsportnews-Berichterstattung zur Kurzbahn-EM 2015 wird präsentiert von Speedo

(04.12.2015) Ein packender Tag bei den Kurzbahn-Europameisterschaften 2015 geht zu Ende. Das Highlight aus deutscher Sicht war klar der Sieg von Franziska Hentke über die 200m Schmetterling. Philip Heintz war trotz Silber über die 200m Lagen nicht ganz zufrieden und die internationalen Stars fackelten ein Rekordfeuerwerk ab.


Dritter Tag der Kurzbahn-EM, drittes Gold für das DSV-Team. Nach Marco Koch und Paul Biedermann durfte heute auch Franziska Hentke ganz oben auf dem Podest Platz nehmen. Die Magdeburgerin entschied ihre Paradestrecke 200m Schmetterling für sich und stellte dabei einen neuen Deutschen Rekord auf.

In 2:03,01 Minuten unterbot sie die zuvor bereits von ihr selbst gehaltene Bestmarke deutlich um 4,6 Zehntelsekunden. "Mit dem Ziel bin ich hergekommen", meinte Hentke, die vielleicht sogar noch gern ein wenig schneller geschwommen wäre. "Aber 2:03,0 - ich bin voll zufrieden." Silber ging in 2:03,85 Minuten an Lara Grangeon aus Frankreich vor der Italienerin Alessia Polieri (2:04,37). Lisa Höpink aus Essen wurde in 2:07,59 Minuten Achte.

Nur wenige Minuten zuvor hatte es bereits durch Philip Heintz die erste Medaille für das DSV-Team gegeben. In 1:53,21 Minuten musste er sich nur dem Ungarn Laszlo Cseh geschlagen geben, der in 1:51,36 Minuten einen neuen Europarekord aufstellte. Bronze ging an Diogo Carvalho aus Portugal. Zufrieden war Heintz mit seiner Leistung jedoch gar nicht.

"Ich hab Rhythmus micht gefunden. Gut dass ich dann noch weiß, dass ich die anderen abgesehen von Laszlo auf Kraul krieg. Aber 1:53,2 ist einfach kacke." Nachdem er gestern bereits zweimal über die 200m Freistil im Becken war, sei er heute einfach platt gewesen.

Jenny Mensing ging heute mit Medaillenchancen über die 200m Rücken an den Start. In 2:03,89 Minuten landete sie aber auf dem undankbaren Platz vier und verpasst damit nur knapp die Medaillen. Diese gingen an die Ungarin Katinka Hosszu (1:59,84) vor Daria Ustinova (2:01,57) aus Russland und Eyglo Gustafsdottir aus Island (2:03,53). Dörte Baumert kam in 2:06,20 Minuten auf den achten Platz.

Im Finale über die 100m Rücken wurde Jan-Philip Glania in 51,41 Sekunden Siebter. Gold ging in 49,64 Sekunden an den Polen Radoslaw Kawecki. Stanislav Donets aus Russland (50,30) schnappte dem Briten Chris Walker-Hebborn (50,35) knapp Silber weg.

Die internationalen Stars ließen es dann zum Ende des Abschnitts noch einmal krachen. Katinka Hosszu sicherte sich bei ihrem Sieg über die 100m Lagen nicht nur das zweite Gold des Tages. In 56,67 Sekunden unterbot sie auch den bisherigen, von ihr selbst gehaltenen Weltrekord um drei Hundertstelsekunden. Da blieb dem Rest des Feldes nur das Staunen. Silber ging dahinter in 57,65 Sekunden an die Britin Siobhan O'Connor vor Marrit Steenbergen (59,00) aus den Niederlanden.

Einen Moment für die Schwimmgeschichte gab es dann über die 1500m Freistil der Herren. Der Italiener Gregorio Paltrinieri unterbot in 14:08,06 Minuten den Weltrekord von Schwimm-Legende Grant Hackett um 2,04 Sekunden. Das war nicht irgendeine Bestmarke.

Der mehrfache australische Olympiasieger hatte sie vor 14 Jahren aufgestellt, damit war es bis heute der älteste noch aktuelle Schwimm-Weltrekord. Es war die einzige Bestmarke, die noch vor Beginn der Hightech-Schlacht 2008/09 aufgestellt wurde. Silber ging hinter Paltrinieri an dessen Landsmann Gabrielle Detti in 14:18,00 Minuten. Auf Platz drei kam der Norweger Henrik Christiansen (14:23,60).

Zudem standen heute noch drei Sprintfinals auf dem Programm. In 51,37 Sekunden gewann die Schwedin Sarah Sjöström die 100m Freistil und verweis dabei Olympiasiegerin Ranomi Kromowidjojo (51,59) auf Platz zwei. Die Bronzemedaille ging an Veronika Popova (52,02) aus Russland.

Später musste sich Kromowidjojo erneut mit Silber begnügen. Die niederländische 4x50m Freistilstaffel der Damen schlug in 1:36,20 Minuten mit 15 Hundertsteln Rückstand auf das Team aus Italien als Zweiter an. Die Russinnen (1:36,62) wurden Dritter. Deren Landsmann Evgeny Sedov schwamm über die 50m Freistil in 20,87 Sekunden mit nur fünf Hundertsteln Vorsprung auf den Italiener Marco Orsi zu Gold. Dritter wurde Sebastian Sczcepanski (21,29) aus Polen.

Die Zusammenfassung der heutigen Halbfinals könnt ihr hier finden:

EM-Halbfinals | Nächste Koch-Kracher: Deutscher Rekord über 100m Brust

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