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Die swimsportnews-Berichterstattung zur Kurzbahn-EM 2015 wird präsentiert von Speedo

(06.12.2015) Mit einer Medaille für Alexandra Wenk und mehreren vierten Plätzen für die weiteren deutschen Finalschwimmer sind heute für die Kurzbahn-Europameisterschaften 2015 zu Ende gegangen. Insgesamt holte das DSV-Team in den vergangenen Tagen sieben Medaillen, davon drei Goldene.


Alexandra Wenk hat am letzten Tag der Kurzbahn-EM für das Highlight aus deutscher Sicht gesorgt. Die Münchnerin wurde über die 100m Schmetterling Dritte und holte damit ihre erste Einzelmedaille bei einer internationalen Meisterschaft.

In 56,43 Sekunden verbesserte sie ihren im Halbfinale aufgestellten Deutschen Rekord noch einmal um fünf Hundertstel. "Ich freu mich mega", meinte sie nach dem Rennen. "Eine Medaille hinter den zwei besten Delphinschwimmerinnen momentan, ich bin einfach nur happy." Schneller als Wenk waren nur die amtierende Weltmeisterin Sarah Sjöström (55,03) aus Schweden und die Langbahn-Europameisterin Jeanette Ottesen (55,68) aus Dänemark.

In den weiteren Finals verfolgte die DSV-Schwimmer das Pech. Zunächst musste sich Vanessa Grimberg über die 200m Brust mit Platz vier zufrieden geben. In 2:20,47 Minuten stellte sie zwar eine starke Bestzeit auf, verpasste den Deutschen Rekord aber nur um sechs Hundertstel. Hinter der Belgierin Fanny Lecluyse (2:18,49) holten die beiden Junioren-Schwimmerinnen Maria Astashkina (Russland - 2:19,69) und Viktoria Zeynep Gunes (Türkei - 2:19,73) die weiteren Podestplätze.

Platz vier gab es auch für Newcomer Philipp Wolf im Finale über die 100m Freistil. In 47,00 Sekunden kam der Münchner nicht ganz an seine starke Leistung aus dem Semifinale (46,80) heran. Die Medaillen sicherten sich Marco Orsi (46,05) aus Italien, der Belgier Pieter Timmers (46,61) und der Pole Sebastian Szczepanski (46,87).

Später gab es noch einen weiteren vierten Platz für Wolf. Gemeinsam mit Marek Ulrich, Marco Koch und Marius Kusch musste er sich in der 4x50m Lagenstaffel in 1:33,46 Minuten den Teams aus Italien (1:31,37), Russland (1:32,17) und Weißrussland (1:33,21) geschlagen geben.

Als Startschwimmer schwamm Marek Ulrich in 23,59 Sekunden dabei einen neuen Deutschen Altersklassenrekord bei den 18-Jährigen. Bereits zu Beginn des Abschnitts hatte der Hallenser im Halbfinale über die 50m Rücken in 23,81 Sekunden eine persönliche Bestzeit aufgestellt und war damit auf Platz zehn gelandet. Im späteren Endlauf ging der Titel an den Polen Tomasz Polewka (22,96) vor Chris Walker-Hebborn aus Großbritannien und Simone Sabbioni aus Italien, die zeitgleich in 23,09 Sekunden anschlugen.

Über die 200m Schmetterling kamen Philip Heintz (1:53,25) und Markus Gierke (1:53,41) auf die Plätze fünf und sechs. In 1:49,00 Minuten gewann Laszlo Cseh aus Ungarn mit neuem Europarekord. Die weiteren Medaillen gingen an den Dänen Viktor Bromer (1:51,62) und Simon Sjödin (1:52,89) aus Schweden.

Doris Eichhorn, Caroline Ruhnau, Alexandra Wenk und Nina Kost beendeten die 4x50m Lagen in 1:47,53 Minuten auf Platz sechs. Gold ging in 1:44,85 Minuten an die Staffel aus den Niederlanden vor Schweden (1:45,34) und Italien (1:45,73).

Nina Kost hatte bereits zu Beginn des Abschnitts im Halbfinale über die 50m Freistil auf dem Block gestanden und war hier in 24,77 Sekunden 14. des Feldes geworden. Im Finale mussten sich Sarah Sjöström (23,63) und Jeanette Ottesen (23,94), die hier bereits den Endlauf über die 100m Schmetterling in den Knochen hatten, der niederländischen Olympiasiegerin Ranomi Kromowidjojo (23,56) geschlagen geben.

Über die 400m Freistil schnappt die Britin Jazmin Carlin in 3:58,81 Minuten der Ungarin Katinka Hosszu deren nächste Goldmedaille nur um drei Hundertstel vor der Nase weg. Damit war heute der einzige EM-Tag, an dem es keinen Sieg für Hosszu gab. Bronze ging an Boglarka Kapas, die ebenfalls nur knapp dahinter in 3:59,02 Minuten anschlug. Den EM-Titel über die 100m Lagen holte in 52,00 Sekunden der Russe Sergey Fesikov. Dahinter gewannen Yakov Toumarkin (52,62) und der Grieche Andreas Vazaios (52,67) die weiteren Medaillen.

Das deutsche Team beendet die Europameisterschaften damit auf dem dritten Platz des Medaillenspiegels. Sieben Medaillen, davon viermal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze gab es. Mehr Goldmedaillen holten nur die Teams aus Ungarn (11) und Italien (7). Mit 17 Podestplätzen waren die Italiener zudem gemeinsam mit Russland die fleißigsten Medaillensammler.

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