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(22.02.2016) Die Olympischen Spiele in Rio werfen ihre Schatten voraus und wir sind der Frage nachgegangen, welche deutschen Schwimmer eigentlich schon einmal schneller waren als die vom DSV geforderten Olympia-Normzeiten. Bei unserer Analyse haben wir uns auf den Zeitraum ab 2012 und derzeit noch aktive Athleten beschränkt und sind auf diese 23 Schwimmer gestoßen:


Der Traum von Olympia lässt die DSV-Asse in diesem Jahr mal wieder schwer ackern, doch der eine oder andere hat bereits bewiesen, dass er die Normzeiten für Rio drauf hat. In den zurückliegenden vier Jahren waren 13 Herren und 10 Damen aus den Reihen der DSV-Nationalmannschaft schon schneller als die härtesten der vier vom DSV vorgegebenen Normzeiten.

Mit ihren Leistungen könnten die deutschen Schwimmer 19 von 26 Olympischen Einzelstrecken besetzen, einige haben sogar zwei Normzeiten drauf. Darunter sind Routiniers wie Steffen Deibler und Jenny Mensing aber auch junge Spitzenschwimmer wie Sarah Köhler und Leonie Beck.

Interessant ist hierbei auch, dass Top-Star Paul Biedermann zwar in den zurückliegenden vier Jahren über die 100 und 200m Freistil schneller als die Olympianorm für Rio war. Über seine Weltrekord-Strecke 400m Freistil kam er jedoch in der Vergangenheit nicht an die in diesem Jahr zu schwimmende Zeit von 3:47,49 Minuten heran. Mit Florian Vogel und Clemens Rapp hat er hier zwei Konkurrenten, denen dies bereits gelang.

Diese DSV-Schwimmer waren seit 2012 schneller als die Olympia-Normen für Rio:

Damen:

Strecke Olympianorm Schneller gewesen: Zeit Jahr
50 Freistil 00:24,94 Dorothea Brandt 00:24,51 2013
100 Freistil 00:54,41 keine Athletin
200 Freistil 01:58,27 keine Athletin
400 Freistil 04:09,08 Sarah Köhler 04:07,00 2015
    Leonie Beck 04:08,87 2015
800 Freistil 08:33,33 Sarah Köhler 08:23,67 2015
    Leonie Beck 08:23,37 2015
    Isabelle Härle 08:32,23 2013
100 Rücken 01:00,25 Jenny Mensing 00:59,85 2012
200 Rücken 02:10,39 Jenny Mensing 02:08,30 2012
    Lisa Graf 02:09,40 2015
    Sonnele Öztürk 02:10,36 2015
100 Brust 01:07,32 Caroline Ruhnau 01:07,28 2012
200 Brust 02:24,88 keine Athletin
100 Schmett. 00:58,35 Alexandra Wenk 00:57,77 2015
200 Schmett. 02:09,16 Franziska Hentke 02:05,26 2015
200 Lagen 02:12,91 Theresa Michalak 02:12,26 2012
400 Lagen 04:38,96 keine Athletin

Herren:

Strecke Olympianorm Schneller gewesen: Zeit Jahr
50 Freistil 00:22,27 kein Athlet
100 Freistil 00:48,81 Paul Biedermann 00:48,31 2014
    Steffen Deibler 00:48,43 2013
    Marco di Carli 00:48,81 2012
200 Freistil 01:47,17 Paul Biedermann 01:45,38 2015
    Clemens Rapp 01:47,13 2013
400 Freistil 03:47,49 Florian Vogel 03:46,53 2015
    Clemens Rapp 03:47,19 2015
1500 Freistil 15:02,37 kein Athlet
100 Rücken 00:53,91 Jan-Philip Glania 00:53,48 2015
200 Rücken 01:58,02 Jan-Philip Glania 01:55,87 2012
    Yannick Lebherz 01:56,71 2013
    Christian Diener 01:57,16 2014
100 Brust 01:00,01 Hendrik Feldwehr 00:59,63 2015
    Christian vom Lehn 00:59,88 2015
200 Brust 02:10,43 Marco Koch 02:07,47 2014
    Christian vom Lehn 02:08,81 2013
100 Schmett. 00:51,94 Steffen Deibler 00:51,19 2013
200 Schmett. 01:56,33 kein Athlet
200 Lagen 01:59,64 Philip Heintz 01:58,17 2014
400 Lagen 04:16,37 Jacob Heidtmann 04:12,08 2015
    Yannick Lebherz 04:12,47 2013

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Die angegebenen Normen sind jeweils die schnellsten der vier vom DSV vorgegebenen Qualifikationszeiten für Rio. Sie müssen in den Finals der Deutschen Meisterschaften (5.-8.5. in Berlin) geknackt werden. Zuvor sind bereits in den Vorläufen Normzeiten zu unterbieten und nach der Schwimm-DM müssen die Leistungen nochmals bei Meetings der Mare Nostrum Tour im Juni oder den German Open Anfang Juli in Vor- und Endläufen bestätigt werden.

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