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(30.08.2015) Was für ein Knaller zum Abschluss der Junioren-WM 2015 in Singapur: Über die 200m Brust kratzte Viktoria Zeynep Gunes aus der Türkei nicht nur am Weltrekord und stellte eine neue Junioren-Bestmarke auf. Sie war sogar schneller als die Weltmeisterin von Kasan in der offenen Klasse!


Die wohl beeindruckendste Leistung der Junioren-WM 2015 kam am letzten Wettkampftag: Die Türkin Viktoria Zeynep Gunes schwamm sich über die 200m Brust heute mit einem Schlag in die Weltspitze. Mit ihrer Zeit von 2:19,67 Minuten stellte sie nicht nur einen neuen Junioren-Weltrekord auf. Gunes kam damit auch bis auf eine gute halbe Sekunde an den Weltrekord offenen Klasse, gehalten von der Dänin Rikke Möller Pedersen (2:19,11) heran.

Doch damit nicht genug: Diese Zeit der 17-Jährigen war schneller als die Leistung, mit der die Japanerin Kanako Watanabe vor wenigen Wochen bei der Schwimm-WM in Kasan den Titel bei den "Großen" geholt hatte. Hier hatte eine Zeit von 2:21,15 Minuten zum Sieg gereicht. Gunes ist nun mitten im Kreis der Kandidatinnen auf den Olympiatitel.

Sie hat damit ihrer beeindruckenden Leistung in Singapur die Krone aufgesetzt. Insgesamt holte Gunes in den zurückliegenden Tagen vier Goldmedaillen. Auch über die 50 und 100m Brust sowie die 200m Lagen hatte sie sich die Weltmeistertitel geschnappt. Die weiteren Medaillen über die 200m Brust gingen an die beiden Russinen Mariia Astashkina (2:24,57) und Sofia Andreeva (2:24,88).

Einen weiteren Junioren-Weltrekord gab es über die 4x100m Lagen der Damen durch die Staffel aus Russland in 4:01,05 Minuten. Die deutsche Staffel mit Laura Riedemann, Laura Kelsch, Lisa Höpink und Katrin Gottwald kam hier in 4:10,25 Minuten auf den siebten Platz.

Weltrekord-Verwirrung gab es über die 4x100m Lagen der Herren. Hier stellten die Schwimmer aus Russland in 3:36,44 Minuten offiziell eine neue Junioren-Bestmarke auf. Doch die Staffel des Landes war bereits bei den Europaspielen in Baku in 3:36,38 Minuten schneller gewesen. Dieser Junioren-Weltrekord ist bisher jedoch noch nicht von der FINA ratifiziert worden.

Einen weiteren Titel gab es heute für den Australier Kyle Chalmers. Über die 100m Freistil war er in 48,47 Sekunden nicht zu schlagen. Auch der US-Amerikaner Maxime Rooney (48,87) blieb unter der 49-Sekunden-Marke. Bronze ging an Felipe Souza (49,30) aus Brasilien.

Eine kleine Überraschung gab es über die 200m Rücken der Herren. Hier ging der favorisierte Brite Luke Greenbank (1:58,74) als Vierter leer aus. Die Medaillen schnappten sich stattdessen Hugo Gonzales (1:58,11) aus Spanien sowie die beiden US-Boys Michael Taylor (1:58,39) und Austin Katz (1:58,51).

Die 100m Schmetterling der Damen gingen an die Japanerin Rikako Ikee (58,28) vor Penny Oleksiak (58,50) aus Kanada und der Australierin Gemma Cooney (58,98). Später verpasste Ikee über die 50m Freistil in 25,19 Seknden einen weiteren Sieg. Nur um sieben Hundertstel war die Russin Mariia Kameneva schneller. Die Australierin Shayna Jack gewann in 25,24 Sekunden Bronze.

Über die 1500m Freistil der Herren triumphierte der Brasilianer Brandonn Almeida (15:15,88). Silber und Bronze gingen an US-Schwimmer Taylor Abbott (15:16,35) sowie Cesar Castro (15:17,10) aus Spanien. Der Japaner Nao Horomura gewann in 1:56,80 Minuten die 200m Schmetterling und hatte damit nur 13 Hundertstel Vorsprung vor dem Russen Daniil Pakhomov. Dritter wurde Mike Thomas (1:57,61) aus den USA.

Gold über die 50m Brust ging an Andrius Sidlauskas aus Litauen, der in 27,99 Sekunden als einziger die 28er-Marke knackte. Knapp dahinter schlugen der Italiener Nicolo Martinenghi (28,03) und Nikola Obrovac (28,11) aus Kroatien an. Taylor Ruck aus Kanada entschied die 200m Freistil der Damen in 1:57,87 Minuten für sich. Die Russin Arina Openysheva (1:58,28) und Hannah Cox (1:59,28) aus den USA holten die weiteren Medaillen.

 

 

 

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