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(13.12.2015) Auch beim vierten Aufeinandertreffen zwischen den US-Stars und einem Europa-All-Star-Team blieben die amerkanischen Top-Schwimmer ungeschlagen. Souverän entschieden sie am Samstag das Duel in the Pool 2015 für sich. Für Highlights sorgten Matt Grevers, der über die 100m Rücken einen neuen Weltrekord fabrizierte und Ranomi Kromowidjojo, die über die 50m Freistil ihre Bestmarke einstellte.


Am Ende war es doch wieder ein deutlicher Sieg der US-Stars: Mit 155 zu 107 Punkten gewannen die Gastgeber das Duel in the Pool 2015 gegen die Europa-Auwahl. Vor allem die US-Herren waren bei dem Kurzbahn-Meeting kaum zu schlagen, sie gewannen am Samstag alle Strecken.

Für ein Ausrufezeichen sorgte so zum Beispiel Matt Grevers. Der Olympiasieger stellte über die 100m Rücken in 48,92 Sekunden einen neuen Weltrekord auf. Er unterbot damit die alte Bestmarke seines Landsmanns Nick Thoman um zwei Hundertstel.

Die US-Stars dominierten den zweiten Tag des Duells und gewannen 12 von 16 Strecken. Glanzlichter konnten aber die europäischen Sprinterinnen setzen. Über die 50m Freistil stellte Ranomi Kromowidjojo in 23,24 Sekunden ihren vor zweieinhalb Jahren beim Weltcup in Eindhoven geschwommenen Weltrekord ein. Die Dänin Jeanette Ottesen (23,49) sorgte sogar für einen europäischen Doppelsieg.

Am Ende des Abschnitts gab es dann einen weiteren Triumph für die beiden. Gemeinsam mit der Weißrussin Aliaksandra Herasimenia und Siobhan-Marie O’Connor aus Großbritannien holten Kromowidjojo und Ottesen in 3:27,61 Minuten den Sieg in der 4x100m Freistilstaffel.

Zudem sorgten Ungarns Katinka Hosszu (200m Lagen - 2:03,66) und die Russin Yulia Efimova (100m Brust - 1:03,19) für weitere Siege für das Team Europa. Beinahe hätte es auch bei Franziska Hentke geklappt. Sie ist die einzige Athletin aus den Reihen der DSV-Asse, die beim Meeting in Indianapolis mit dabei war und startete am Samstag über ihre Paradestrecke 200m Schmetterling.

In 2:03,74 Minuten musste sich Hentke der US-Amerikanischen Olympiafinalistin Cammile Adams (2:03,39) knapp geschlagen geben. In der vergangenen Woche hatte Hentke bei der Kurzbahn-EM in 2:03,01 Minuten Gold über diese Strecke geholt.

Auch die weiteren Strecken gingen ans Team USA. Über die 800m Freistil schwamm Lia Neal in 8:10,03 Minuten eine neue Weltjahresbestzeit. Gleiches gelang Cody Miller.  Er war über die 100m Brust in 56,43 Sekunden knapp schneller als Kurzbahn-Europameister Marco Koch, der in 56,78 Sekunden bisher an der Spitze der Weltrangliste gelegen hatte.

Die international weitgehend unbekannte Courtney Barthomolew gewann die 100m Rücken in starken 55,92 Sekunden. Die 1500m Freistil der Herren gingen an Connor Jaeger in 14:19,29 Minuten. Conor Dwyer gewann die 200m Freistil (1:42,10). Über die 200m Schmetterling war Tom Shields (1:49,05) nicht zu schlagen und Nathan Adrian sprintete über die 50m Freistil in 20,95 Sekunden zum Sieg. Zum Abschluss holten die US-Herren zudem in der 4x100m Freistilstaffel in 3:05,42 Minuten den ersten Platz.

Einen Ausrutscher leistete sich Superstar Ryan Lochte. Bei seinem Start über die 200m Lagen schlug er in einer 1:52er Zeit zwar als Erster an. Nach dem Rennen wurde er jedoch disqualifiziert. Auf die Punktwertung hatte es nur wenig Einfluss. Als Sieger rückte sein Team-Kollege Josh Prenot (1:53,09) nach.

Nachdem das Duell 2013 noch recht knapp erst im Stechen entschieden wurde, war es in diesem Jahr eine klare Angelegenheit für die US-Stars. Dem Euro-Team waren Jetlag und die Kurzbahn-EM der vergangenen Woche zum Teil noch anzumerken und viele Entscheidungen waren deutlich knapper, als es das Gesamtergebnis vermuten lässt. Wir sind gespannt, wie es in zwei Jahren aussieht, wenn die Revanche auf europäischem Boden ansteht.

 

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