28. Januar 2026

Mit der Ankündigung, noch in diesem Jahr eine Neuauflage der 'International Swimming League' zu starten, sorgte die ISL zuletzt für Schlagzeilen. Nun gab es zudem einen juristischen Triumph zu feiern, der jedoch in erster Linie eine symbolische Wirkung hatte. 

Vor nunmehr acht Jahren hatte die ISL eine Klage gegen den Weltverband World Aquatics (damals noch FINA) eingereicht und eine Schadenssumme von 41 Millionen US-Dollar gefordert. Grundlage war das vermeintlich wettbewerbswidrige Verhalten des Weltverbandes, das den Geschäftsinteressen der ISL geschadet habe. FINA habe in zahlreichen Nationen einen Boycott der ersten möglichen ISL-Auflage 2018 bewirkt, der in der Absage des Events resultierte. Ein amerikanisches Gericht gab der ISL nun Recht – der vereinbarte Vergleich in Höhe von 1 Dollar hat jedoch primär symbolische Wirkung. Der Betrag kam auch deshalb zustande, da die ISL den konkreten finanziellen Schaden nicht beziffern konnte. 

"Dieses Ergebnis ist nicht nur ein Sieg für die ISL, sondern für den Schwimmsport insgesamt.", erklärte ISL-Kommissionsmitglied Ben Allen. "Ziel der Einleitung dieses Verfahrens gegen die FINA durch die ISL war es, einen fairen Wettbewerb ohne rechtswidrige Eingriffe und Störungen zu ermöglichen. Die ISL hat sich stets für die Wahlfreiheit der Athletinnen und Athleten eingesetzt, indem sie mehr Karrierechance geschaffen und gleichzeitig durch innovative neue Formate, die Zuschauerinnen und Zuschauer angesprochen haben, dazu beigetragen hat, das weltweite Publikum des Sports zu vergrößern.". 

Auch der Weltverband zeigte sich erleichtert darüber, dass der Rechtsstreit nun zu einem Ende gefunden hat: "Dieser Fall hat Ressourcen gebunden, die weitaus sinnvoller eingesetzt worden wären, wenn sie dem Sport und den Athletinnen und Athleten zugute gekommen wären. Wir danke der Jury und Richterin Corley für die Beilegung des Falls.". World Aquatics Präsident Husain Al Mussallam kommentierte zudem, die ausgebliebenen Zahlungen an die Aktiven sowie die geplante Neuauflage der ISL: "Es war enttäuschend, während des Verfahrens zu erfahren, dass viele Athletinnen und Athleten sowie Dienstleister in der Schwimmgemeinschaft von der ISL weiterhin nicht bezahlt wurden, und wir begrüßen die Zusage der ISL, die 7 Millionen US-Dollar, die sie den Schwimmerinnen und Schwimmern schuldet, zu begleichen, bevor versucht wird, die Liga neu zu starten.". 

Bereits in diesem Herbst soll die International Swimming League einen Neustart erfahren. Mehr dazu gibt es hier: International Swimming League kündigt Comeback an