Seit dem Sommer vergangenen Jahres unterstütze Dr. Karsten Görsdorf den Deutschen Schwimm-Verband als Chefbundestrainer. Nach nur wenigen Monaten in Amt ist die Zusammenarbeit mit dem renommierten Sportwissenschaftler nun allerdings bereits wieder beendet. Die Rolle Görsdorfs sei von Beginn an befristet gewesen und er habe in den Monaten seines Wirkens wichtige Impulse setzen können, so der DSV.
„Karsten Görsdorf hat den DSV in einer wichtigen Phase begleitet, in der es darum ging, den Leistungssport aus Sicht der Aktiven, aber auch aus einer systemischen Perspektive neu zu betrachten“, erklärt der Vorstandsvorsitzender des DSV Jan Pommer. „Nach einer fundierten Analyse des Status quo hat er gezielt Impulse gesetzt und Pilotprojekte angestoßen, die uns helfen, unsere Strukturen leistungsorientierter, moderner und zugleich menschlicher weiterzuentwickeln.“
So setzte Karsten Görsdorf unter anderem einen Schwerpunkt auf ein systematisches Gesundheitsmonitoring. Medizinische Daten wurde explizit für die Trainingssteuerung und die Entwicklung präventiver Maßnahmen genutzt. Des Weiteren sollte die Drop-out-Rate bei jungen Athletinnen verringert werden sowie die Möglichkeiten Leistungssport und Ausbildungen miteinander zu vereinbaren, erweitert werden. Auch neue Feedbackformate wurden entwickelt: „Nicht alles war von Beginn an perfekt“, reflektiert Görsdorf. „Aber regelmäßiges Feedback in alle Richtungen schafft Transparenz, fördert Selbstreflexion und hilft, Rollen passgenauer zu definieren – für das Hier und Jetzt, aber auch mit Blick auf die Zukunft.“.
Der Blick auf die Zukunft führt Karsten Görsdorf nun wieder zurück zu seiner international expandierenden Firma, die datenbasierte Analyse- und Diagnostiksysteme für die Sportwelt entwickelt. Für die Zukunft des deutschen Schwimmsports sieht Görsdorf großes Potential: „Teilt euer Wissen, tauscht euch aus, nutzt unterschiedliche Perspektiven. Dann ist mehr möglich, als man oft glaubt.“.