Gut fünf Monate nachdem ihr erstes Kind auf die Welt gekommen ist, steht Sarah Sjöström nun wieder fest im Training. Noch in diesem Sommer will der schwedische Schwimmstar wieder an internationalen Titelkämpfen teilnehmen – vorausgesetzt sie ist rechtzeitig fit und konkurrenzfähig.
„Ich möchte mich dort richtig wohlfühlen. Ich würde nicht hinfahren, nur um ins Halbfinale zu kommen", erläutert Sjöström ihre Ambitionen für die anstehenden Europameisterschaften. "Natürlich möchte ich dabei sein und konkurrenzfähig sein, aber ich werde mich nicht stressen. Ich werde entspannt bleiben und alles Schritt für Schritt angehen, nichts überstürzen und sehen, was dabei herauskommt.". Die Titelkämpfe in Paris finden Mitte August statt – ziemlich genau ein Jahr nachdem Sohn Adrian geboren wurde.
Für ihr geplantes Comeback bestritt die 32-jährige Erfolgsschwimmerin zuletzt ein fünfwöchiges Trainingslager in Südafrika. Zuvor hatte Sjöström mit Pilates und einzelnen Wassereinheiten langsam wieder den Sport in ihren neuen Alltag integriert. Der Fokus nach der Babypause liege für die dreifache Olympiasiegerin und 20-fache Weltmeisterin nun auf dem Kraftaufbau – vor allem auch außerhalb des Schwimmbeckens. Im Wasser will sie weniger und kürzere Einheiten absolvieren, auch da sich ihre Regenerationszeit erheblich verlängert habe: "Ich vergleiche mich nicht mit meinem früheren Zustand, aber ich kann die Fortschritte von Tag zu Tag sehen. Im Vergleich zu vor Paris ist der Unterschied natürlich enorm, aber es macht Spaß, die Fortschritte jetzt täglich zu beobachten“, verrät Sjöström.
Bei den Europameisterschaften in Paris sollen insbesondere die kurzen Sprintstrecken 50m Freistil und Schmetterling im Vordergrund stehen. Sollte Sarah Sjöström bei ihrem Comeback zu Gold schwimmen, könnte sie mit Rekord-Europameisterin Franziska van Almsick gleichziehen. Van Almsick gewann während ihrer Karriere insgesamt 18 EM-Titel – Sjöström steht aktuell bei 17.