European Aquatics und World Aquatics haben angekündigt, künftig den Empfehlungen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zu folgen. Damit dürfen russische und belarussische Nachwuchsschwimmerinnen und -schwimmer bei internationalen Titelkämpfen wieder unter ihrer jeweiligen Landesflagge antreten.
Konkret betrifft die Entscheidung auch die nächsten Europameisterschaften der Junioren*innen (JEM), die in diesem Sommer in München stattfinden werden. Auch bei der JWM sowie den Youth Olympic Games 2026 sollen Talente aus Russland und Belarus wieder offiziell ihr Land vertreten dürfen.
Seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine waren Sportlerinnen und Sportler aus beiden Ländern bei vielen internationalen Wettbewerben ausgeschlossen oder nur unter neutraler Flagge startberechtigt. Nun werden diese Beschränkungen im Nachwuchsbereich teilweise gelockert.
In der offenen Klasse bleiben die bisherigen Regelungen jedoch bestehen. Dort dürfen Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus weiterhin lediglich unter neutraler Flagge bei internationalen Titelkämpfen an den Start gehen.
Mit dem Schritt setzen die internationalen Schwimmverbände nach eigenen Angaben die Vorgaben des IOC um. Dieses hatte zuletzt eine differenzierte Regelung empfohlen, die zwischen Nachwuchs- und Elitebereich unterscheidet. Die Entscheidung dürfte dennoch für Diskussionen sorgen. Während Befürworter auf die Bedeutung des Sports als verbindendes Element verweisen, sehen Kritiker darin ein falsches Signal angesichts des weiterhin andauernden Krieges in der Ukraine.