Die Norddeutschen Meisterschaften "Lange Strecke" in Magdeburg standen am Wochenende ganz im Zeichen der EM-Qualifikation im Freiwasser. Denn in einem Time Trial über die 5000 Meter ging es zum Auftakt der EM-Quali um erste schnelle Zeiten. Während sich Isabel Gose bei den Damen in eine vielversprechende Ausgangsposition schwamm, sorgte bei den Herren allen voran Johannes Liebmann für ein echtes Achtungszeichen.
Der Junioren-Weltrekordhalter über die 800m Freistil setzte sich im 5000m Rennen eindrucksvoll gegen Deutschlands hochdekorierte Langstrecken-Asse durch. In 51:46,49 Minuten setzte Johannes Liebmann die deutlich schnellste Zeit ins Becken, die einer starken Durchschnittszeit von etwa 1:02 Minuten pro 100 Meter entspricht. Da konnten auch der Vizeolympiasieger von Paris Oliver Klemet (52:20,76) und der vierfache Weltmeister des vergangenen Jahres Florian Wellbrock (52:51,31) nicht entscheidend gegenhalten. Wellbrock ist durch seinen WM-Triumph bereits sicher für das 5km Rennen bei den Europameisterschaften diesen Sommer in Paris gesetzt. Beste Chancen auf den zweiten Startplatz hat nun erst einmal Johannes Liebmann – bis zum 7. März kann die nationale Konkurrenz noch nachziehen. Mehr zu den Qualifikationsrichtlinien gibt es hier: Freiwasser-EM 2026: So werden die deutschen Startplätze vergeben
Bei den Frauen sicherte sich Isabel Gose in schnellen 56:15,61 Minuten den Sieg über 5000m. Auf Rang zwei folgte die US-Amerikanerin Mariah Denigan (57:47,41), die derzeit ebenfalls im Erfolgsteam von Bernd Berkhahn in Magdeburg trainiert. Dritte wurde Olympiateilnehmerin Leonie Märtens (57:59,72), die nach langer Verletzungspause ebenfalls hoffnungsvoll auf eine mögliche EM-Qualifikation blicken kann.
Auch auf den etwas kürzeren Strecken untermauerte Johannes Liebmann seine starke Form und hielt die namenhafte Konkurrenz in Schach: Über die 1500m Freistil setzte er sich in 15:06,27 Minuten gegen Vizeweltmeister Sven Schwarz (15:15,91) durch – über die 800m Freistil schnappte sich Liebmann in 7:56,60 Minuten den Sieg vor dem WM-Dritten und Weltrekordhalter über die halbe Distanz Lukas Märtens (8:06,89).
Ebenfalls überzeugen konnte die Neu-Magdeburgerin Linda Roth, die bei ihrem Sieg über die 400m Lagen in 4:48,64 Minuten eine neue Bestzeit aufstellte. Gleiches gelang ihr auch über die 800m Freistil. Hier musste Roth in 8:41,75 Minuten lediglich der australischen Freiwasserspezialistin Moesha Johnson (8:33,60) den Vortritt lassen. Johnson gewann zudem die 1500m Freistil in 16:19,98 Minuten und feierte damit einen Doppelerfolg.
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Bild: Tino Henschel