Der Weltverband World Aquatics hat in dieser Woche ein aktualisiertes Regelbuch veröffentlicht, aus dem einige prinzipielle Neuerungen hervorgehen. Neben Veränderungen im Wettkampfprogramm von Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen betrifft dies auch technische bzw. schwimmerische Details.
Eine entscheidende Neuheit ist die Aufnahme der 50m Strecken ins olympische Wettkampfprogramm, die bereits im Vorfeld öffentlich kommuniziert wurde. Überraschend allerdings: Um die geschwommenen Strecken bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen einander anzupassen, wird die 4x100m Freistil Mixedstaffel zukünftig nicht mehr bei Weltmeisterschaften Teil des Programms sein. Bei den letzten Weltmeisterschaften in Singapur schaffte es das deutsche Quartett um Josha Salchow, Rafael Mirsolaw, Nina Holt und Nina Jazy ins Finale und glänzte mit einem neuen Deutschen Rekord. Bei den Europameisterschaften diesen Sommer in Paris wird die Staffel jedoch weiterhin Bestandteil der Titelkämpfe sein.
Eine schwimmerische Regeländerung betrifft die Freistil- und Schmetterlingsstrecken. Wie zuvor bereits beim Rückenschwimmen erlaubt, darf der Anschlag nun auch bei Freistil und Schmetterling vollständig Unterwasser erfolgen. Sobald der Kopf die 5m Markierung durchbricht, dürfen die Aktiven bis zum Anschlag mit dem gesamten Körper Unterwasser sein.
Zudem sollen die Zähltafeln für die langen Strecken fortan auch in 400m Freistil Rennen zum Einsatz kommen – sowohl auf der Lang- als auch Kurzbahn. Gleiches gilt auch für das akustische Signal, das das baldige Rennende ankündigt.
Für alle neuen Regelungen wurde eine Übergangsfrist bis einschließlich Dezember 2026 gesetzt, bis zu der alle vom Weltverband etablierten Neuheiten vollständig realisiert werden müssen.
Das komplette neue Regelbuch von World Aquatics gibt es hier: Competiton Regulations