02. März 2026

Noch bevor Ende März der offizielle Qualifikationszeitraum für die Schwimm-EM 2026 beginnt, haben mehrere deutsche Schwimmerinnen und Schwimmer am vergangenen Wochenende mit unterbotenen Normzeiten erste Ausrufezeichen gesetzt. Bei den Swim & Fun Days in Essen sowie beim Piranha-Meeting in Hannover zeigten allen voran Melvin Imoudu und Maya Werner, dass sie gute Chancen auf einen Platz im deutschen EM-Team haben. 

Nachdem Melvin Imoudu bereits Ende Januar in Luxemburg unter Beweis gestellt hat, dass er über die 50m Brust die Normzeit für die Europameisterschaften unterbieten kann, legte er in Essen nun über die doppelte Strecke nach. In 59,66 Sekunden blieb der Olympiavierte über die 100m Meter Brust unter der bald geforderte Qualifikationszeit. Über die 50m Brust schlug Imoudu nach 27,58 Sekunden an – erneut mit Veranstaltungsrekord, wenn auch etwas langsamer als bei seinem Auftritt in Luxemburg – und setzte sich unter anderem gegen Juniorenweltrekordhalter Malte Gräfe (27,88) durch. Für Gräfe steht die U23-Norm für die EM bei 27,55 Sekunden. 

Auch Cedric Büssing absolvierte in Essen ein straffes Wettkampfprogramm und sicherte sich insgesamt drei Siege. Besonders überzeugend präsentierte sich der Deutsche Rekordhalter auf seiner Paradestrecke 400m Lagen, die er in 4:23,71 Minuten souverän für sich entschied. 

Parallel dazu ging es beim Piranha-Meeting in Hannover ebenfalls um schnelle Zeiten. Hier unterbot Maya Werner über die 400m Freistil die U23-Norm in 4:11,72 Minuten. Noch schneller unterwegs was Isabel Gose, die in 4:08,48 Minuten lediglich acht Hundertstelsekunden an der EM-Norm in der offenen Klasse vorbeischrammte. Werner und Gose standen zuletzt bei den Weltmeisterschaften gemeinsam im Finale über die 400m Freistil. 

Für ein packendes Duell sorgten über dieselbe Strecke auch Oliver Klemet und Florian Wellbrock. In Abwesenheit von Sven Schwarz, der seinen Start kurzfristig abmeldete, setzte sich Klemet in 3:50,17 Minuten knapp gegen Wellbrock durch, der das Rennen nach 3:51,06 Minuten beendete. Die EM-Norm liegt hier bei 3:46,60 Minuten. 

Ebenfalls in Hannover mit von der Partie war Nina Holt, die über die 50m Freistil (25,74) und 200m Freistil (2:04,53) jeweils den Sieg davontrug. 

 

Bild: Tino Henschel