06. März 2026

Der Tod eines 12-jährigen Nachwuchsschwimmers bei den nationalen Meisterschaften in Ägypten hatte für großes Aufsehen und Bestürzung gesorgt. Nun zieht der Fall auch juristische Konsequenzen mit sich. Ein Gericht verurteilte vier Verantwortliche zu jeweils drei Jahren Haft mit zusätzlicher "schwerer Arbeit". 

Das Unglück ereignete sich Ende des vergangenen Jahres. Der junge Schwimmer Youssef Mohamed Ahmed Abdel Malik war während seines Rennen im Becken untergegangen – der Vorfall blieb jedoch minutenlang unbemerkt. 

Augenzeugenberichte ebenso wie spätere Ermittlungen ergaben, dass bei der Veranstaltung offenbar zahlreiche Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten worden waren. Unter anderem sollen Rettungsschwimmer sowie Personen des Kampfgerichts nicht auf ihren vorgesehenen Positionen gewesen sein. Auch deshalb war unmittelbar nach dem Unglück die rechtliche Aufarbeitung des Falls eingeleitet worden. 

Ein Gericht verurteilte nun den Veranstaltungsleiter sowie drei Rettungsschwimmer zu jeweils drei Jahren Haft. Gegen das Urteil legten alle vier Angeklagten Einspruch ein. Dafür hinterlegten sie jeweils eine Kaution von 10.000 ägyptischen Pfund – umgerechnet etwa 200 Euro. 

Weitere 14 Personen, die ebenfalls angeklagt waren, wurden dagegen freigesprochen. Zu ihnen zählt auch der Vorsitzende des Ägyptischen Schwimmverbands. 

Im Laufe der Untersuchungen wurde zudem bestätigt, dass der junge Schwimmer unter keinen bekannten gesundheitlichen Problemen litt, die den Unfall hätten erklären können. 

Der Tod von Youssef Mohamed Ahmed Abdel Malik hatte vielerorts eine Debatte über die Sicherheitsstandards bei Sportveranstaltungen ausgelöst.