19. März 2026

Bei den in diesem Jahr so stark besetzten China Open war der deutsche Hoffnungsträger Lukas Märtens direkt am ersten Tag über die 200m Freistil gefordert und ging mit der schnellsten Meldezeit als klarer Mitfavorit ins Rennen. In schnellen 1:45,22 Minuten blieb Märtens deutlich unter der geforderten Normzeit für die Europameisterschaften in Paris, auch wenn es für den erhofften Sieg nicht ganz reichte. 

Die EM-Norm (1:47,20) hatte Märtens, der als zweifacher Medaillengewinner der letzten Weltmeisterschaften über die 400m und 800m Freistil schon sicher für die Titelkämpfe gesetzt ist, bereits im Vorlauf um eine Hundertstelsekunde unterboten und zog so als Schnellster ins Finale ein. Trotz einer bemerkenswerten Steigerung seiner Zeit reichte es nicht ganz für Gold, denn im Finale war der chinesische Nachwuchsstar Zhang Zhanshuo nicht zu schlagen. In 1:44,53 Minuten setzte sich der 18-jährige Schwimmer, der über Märtens' Weltrekordstrecke den Juniorenweltrekord hält, gleichzeitig souverän an die Spitze der Weltjahresbestenliste. Lukas Märtens folgt unmittelbar dahinter an Position Zwei. Die Möglichkeit zur Revanche hat Olympiasieger Märtens in den nächsten Tagen dann über die 400m und 800m Freistil, wo er erneut auf Zhang Zhanshuo treffen wird. 

Mit gleich zwei neuen Asienrekorden glänzte zudem eine weitere Lokalmatadorin: Über die 50m Brust schwamm Tang Qianting bereits im Vorlauf zu einer neuen Bestmarke (29,49). Im Finale legte die Vizeweltmeisterin von Singapur dann noch eine Schippe drauf und steht nun mit einer Zeit von 29,44 Sekunden in den Rekordbüchern. 

Weiterhin auf einer Erfolgswelle schwimmt auch Yu Zidi. Das 13-jährige Ausnahmetalent war über die 200m Schmetterling in 2:05,71 Minuten noch einmal sieben Zehntel schneller als bei ihrem starken vierten Platz bei den Weltmeisterschaften und lies dabei auch die US-amerikanische Vizeolympiasiegerin Regan Smith (2:06,28) souverän hinter sich. Zum Vergleich: Der Deutsche Rekord von Franziska Hentke ist in 2:05,26 Minuten nur unwesentlich schneller. 

Auch das Finale der Damen über die 100m Freistil wurde der erwarteten Spannung mehr als gerecht, denn am Ende entschied lediglich eine Hundertstelsekunde über den Sieg. In 52,79 Sekunden setzte sich Siobhan Haughey hauchdünn gegen die starke Konkurrenz um die WM-Zweite Mollie O'Callaghan (52,80) aus Australien durch. Die Bronzemedaille schnappte sich mit Kate Douglass (53,40) die Weltrekordhalterin auf der Kurzbahn. 

Drei weitere Wettkampftage stehen bei den China Open an diesem Wochenende noch bevor. Für Olympiasieger Lukas Märtens folgen als nächstes die 400m Freistil, bevor es zum Abschluss auf die 800m Freistil geht. 

Alle Ergebnisse (in chinesischer Sprache) sind hier zu finden: Ergebnisse China Open 2026  

 

Bild: Speedo / Wade