Bei den Giant Open in Paris, die gleichzeitig als Generalprobe für die im Sommer anstehenden Europameisterschaften dienten, glänzte ein starkes deutsches Team am Wochenende mit zahlreichen Podestplatzierungen gegen die anwesenden europäischen Schwimm-Asse. Für vier deutsche Schwimmerinnen und Schwimmer gab es sogar Gold.
Besonders stark unterwegs war Angelina Köhler, die über die 50m Schmetterling den Deutschen Rekord zum Wackeln brachte. In 25,57 Sekunden kam die WM-Vierte bis auf sieben Hundertstel an ihre eigene Rekordzeit heran und setzte sich souverän an die Spitze des Klassements. Gleiches gelang der Weltmeisterin von 2024 auch über die 100m Schmetterling: In 56,92 Sekunden blieb Köhler erstmals in diesem Jahr unter der Marke von 57 Sekunden und zeigte ein weiteres Mal, dass die EM-Norm für sie keine allzu große Hürde darstellen sollte.
Auch bei den Männern könnte die EM-Norm über die 100m Schmetterling schon bald fallen. In 52,18 Sekunden blieb Luca Armbruster nur 1,8 Zehntel über der Normzeit und schmetterte zu Gold. Josha Salchow (52,33) machte als Drittplatzierter das deutsche Doppelpodium perfekt und schwamm auch über die 100m Freistil in 49,13 Sekunden auf den Bronzerang. Für eine weitere Bronzemedaille sorgte Cedric Büssing über die 400m Lagen (4:19,81).
Die weiteren Goldmedaillen wurden dem deutschen Team auf den Bruststrecken beschert: In 59,94 Sekunden blieb Melvin Imoudu über die 100m Brust ein weiteres Mal in diesem Jahr unter der Minutenmarke und setzte sich so gegenüber dem Rest des Feldes durch. Silber gab es für Lucas Matzerath, der ebenso wie Imoudu deutlich vor Weltrekordhalter Adam Peaty (1:00,79) blieb. Imoudu schaffte dies auch über die 50m Brust, wo er in 27,14 Sekunden zu Silber hinter dem Italiener Simone Cerasuolo (27,06) sprintete. Peaty (27.30) landete dahinter auf Rang Drei, Lucas Matzerath (27,49) wurde Siebter. Siegreich war Matzerath dafür über die 200m Brust, wo der Deutsche Meister in 2:11,57 Minuten als Schnellster anschlug.
Auch Ole Braunschweig (50m Rücken), Noelle Benkler (200m & 400m Lagen) und Philipp Peschke (200m Freistil) gelang am Wochenende der Sprung in die A-Finals. Dicht an die EM-Norm heran schwamm zudem Jarno Bäschnitt, der im B-Finale über die 200m Freistil in 1:48,54 Minuten nur eine halbe Sekunde über der geforderten U23-Normzeit blieb.
Die EM-Generalprobe lief für das deutsche Team demnach äußerst erfolgreich und lässt mit großer Vorfreude auf die anstehenden Titelkämpfe diesen Sommer blicken.
Alle Ergebnisse gibt es hier: Ergebnisse Giant Open Paris 2026