Ab diesem Wochenende gilt bei Schwimmwettkämpfen in Deutschland ein aktualisiertes Regelwerk. Dieses wurde erst vor wenigen Wochen vom Weltverband World Aquatics beschlossen und nun überraschend schnell auf nationaler Ebene umgesetzt. Ursprünglich war eine Übergangsfrist bis zum Jahresende 2026 vorgesehen – somit nimmt der deutsche Schwimmsport international nun eine Vorreiterrolle ein.
Eine der auffälligsten Änderungen betrifft die Weltrekordstrecke von Lukas Märtens: Auch über die 400m Freistil kommen künftig Zähltafeln zum Einsatz. Zudem werden die letzten beiden Bahnen, wie auf den längeren Strecken bereits etabliert, mit einem Pfiff angekündigt.
Des Weiteren darf der Anschlag auf allen Freistil- und Schmetterlingsstrecken von nun an vollständig unter der Wasseroberfläche erfolgen. Wie zuvor beim Rückenschwimmen gilt: Sobald der Kopf die 5m Markierung durchbricht, dürfen die Aktiven bis zum Anschlag mit dem gesamten Körper unterwasser sein.
Eine weitere Neuerung betrifft die Mixedstaffeln: Startschwimmerinnen und -schwimmer können dort nun offizielle Rekorde erzielen. Bisher waren die Zeiten nicht entsprechend anerkannt worden. Und auch der Verwaltungsaufwand bei der Anerkennung von nationalen Bestmarken soll mit der Regeländerung reduziert werden.
Die neuen Regelungen gelten ab sofort und damit auch unmittelbar für den am 30. März beginnenden Qualifikationszeitraum für die Schwimm-EM in Paris.
Das komplette neue Regelbuch von World Aquatics gibt es hier: Competiton Regulations