24. April 2026

Erst gestern feierte Linda Roth über die 400m Lagen ihren ersten Deutschen Meistertitel in der offenen Klasse. Und auch der zweite Tag bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin ging für die 18-jährige Magdeburgerin äußert erfolgreich weiter. Über die 100m Freistil glänzte Roth in 54,30 Sekunden mit einem neuen Altersklassenrekord, setzte die Vorlaufsbestzeit und blieb unter der geforderten EM-Norm für die offene Klasse. 

Diese konnte auch Titelverteidiger Nina Holt (54,59) ein weiteres Mal unterbieten. Nicole Maier (54,93) und Julianna Dora Bocska (55,01) machten zudem die Qualifikation der deutschen 4x100m Freistilstaffel für die Europameisterschaften in Paris perfekt. Sollte sich Bocska im Finale noch um eine Hundertstelsekunde steigern können, winkt mit der U23-Norm ein weiteres EM-Ticket. 

Auch bei den Herren wurde über die 100m Freistil eine weitere EM-Norm unterboten. Dafür sorgte Kaii Winkler, der in 48,24 Sekunden deutlich zur Vorlaufsbestzeit sprintete. Bereits letzte Woche hatte mit Josha Salchow schon der Deutsche Rekordhalter und Olympiafinalist die geforderte Normzeit unterbieten können und darf am Abend als Zweitschnellster (49,09) auf die Titelverteidigung hoffen. Nach seinem Sieg über die 100m Rücken gestern, könnte auch Cornelius Jahn in den Kampf um Edelmetall eingreifen und blieb in 49,36 nur 1,6 Zehntel über der U23-Norm. Über seine bereits dritte JEM-Norm durfte sich Nils Nolte (50,34) freuen. 

Für weltmeisterlichen Glanz sorgte der erste DM-Auftritt von Anna Elendt. Über die 100m Brust untermauerte Elendt ihre eindeutige Favoritenrolle und setzte in 1:07,00 Minuten die Topzeit der Vorläufe. Für die Europameisterschaften in Paris ist sie bereits sicher gesetzt – die Norm liegt hier bei 1:06,80 Minuten (U23 - 1:07,30). Lena Ludwig schlug in 1:08,71 Minuten als Zweite an und darf über die doppelte Strecke bereits einer EM-Nominierung entgegensehen. 

Seinen Europameistertitel könnte in Paris Melvin Imoudu verteidigen, der über die 100m Brust in 59,56 Sekunden erneut unter der geforderten Qualifikationszeit blieb. Auf die Norm von 59,70 Sekunden dürfte auch Lucas Matzerath seinen Blick gerichtet haben. Der Vorjahressieger schwamm in 1:00,23 Minuten souverän als erster Jäger von Imoudu ins Finale. Für sein erstes JEM-Ticket konnte sich derweil Seungmin Oh (1:02,91) empfehlen. Und auch Louis Hoffmann (1:01,03) und Lius Pepe Baumeister (1:02,80) untermauerten mit Normerfüllungen erneut ihren Anspruch auf einen Platz im deutschen Team für die Heim-JEM in München. 

Nur um eine Sekunde verpasste Mattheo Straßburger (8:08,10) die JEM-Norm über die 800m Freistil, die er über die 1500m bereits knacken konnte. Straßburger war am Vormittag somit der Schnellste der Zeitläufe. Am Abend folgt dann das mit Spannung antizipierte Duell der beiden WM-Medaillengewinner Lukas Märtens und Sven Schwarz. Bei den Damen entschied Marie Strohalm (17:04,39) die Zeitläufe über die 1500m Freistil für sich. 

Zudem wurden zum Abschluss der Vorläufe erneut zwei Staffeltitel vergeben. Diese sicherten sich das Team der SG Bayer (4:18,88) über die 4x100m Lagen der Frauen sowie der SC Wiesbaden 1911 (3:39,40) bei den Männern. Startschwimmer Timo Sorgius blieb hier in 54,54 Sekunden unter der geforderten U23-Norm – ob diese Leistung eine Nominierung für einen Einzelstart bei der EM über die 100m Rücken mit sich bringt, bleibt abzuwarten. 

 

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Bild: HD Media