24. April 2026

Für Kaii Winkler hat sich die Anreise aus den USA zu den Deutschen Meisterschaften in Berlin schon jetzt gelohnt. Zur Halbzeit der Titelkämpfe konnte Winkler bereits seinen zweiten Meistertitel feiern und wird das deutsche Team bei den Europameisterschaften in Paris auf mindestens zwei Strecken vertreten. 

Wie schon über die 100m Schmetterling war Kaii Winkler auch über die 100m Freistil siegreich und setzte sich in 48,16 Sekunden gegenüber dem Titelverteidiger und Deutschen Rekordhalter Josha Salchow (48,71) durch. Beide dürften in Paris auch Teil der deutschen 4x100m Freistilstaffel sein, für die sich auch der Drittplatzierte Cornelius Jahn empfehlen konnte. In 49,21 Sekunden verpasste Jahn die U23-Norm nur um eine Hundertstelsekunde. Das vierte Staffelticket schnappte sich Timo Sorgius, der heute zwar nicht über die 100m Freistil am Start war, aber im Rahmen der Schweizer Meisterschaften vor zwei Wochen eine starke Leistung vorgelegt hatte. 

Ihren zweiten DM-Titel in diesem Jahr machte auch Isabel Gose perfekt. Und auch die Damen setzten über die 100m Freistil mit fünf Norm-Erfüllungen ein Achtungszeichen. Mehr dazu gibt es hier: 5x EM-Norm: Deutsche Freistildamen setzen Achtungszeichen bei Schwimm-DM 

Wie auf den 100m Freistil wurde auch über die 100m Brust der Vorjahressieger entthront. Mit einem recht deutlichen Vorsprung kürte sich Melvin Imoudu zum neuen Deutschen Meister und schwamm in 59,33 Sekunden erneut unter die EM-Norm. In Paris wird Imoudu als amtierender Europameister an den Start gehen. Olympiafinalist Lucas Matzerath verpasste hingegen die Qualifikation für die Titelkämpfe in Paris und blieb in 1:00,04 Minuten knapp über der Minutenmarke. Doch noch ist nichts entschieden, denn über die 50m und 200m Brust könnte Matzerath an diesem Wochenende noch auf den EM-Zug aufspringen. Über Bronze durfte sich Mathis Schönung freuen, der in 1:00,33 Minuten nur 13 Hundertstel über der U23-Norm blieb. 

An Spannung kaum zu übertreffen waren die 800m Freistil der Männer, wo es zum direkten Duell von Sven Schwarz und Lukas Märtens kam, die bei der WM in Singapur gemeinsam auf dem Podium gestanden haben. Im letzten Jahr hatte Schwarz bei den Deutschen Meisterschaften mit einem Europarekord begeistert - doch auch wenn dieser weiterhin in der Hand von Johannes Liebmann bleibt, wurde den Zuschauenden ein absolutes Weltklasserennen geboten. Am Ende entschieden 1,9 Zehntel über den Sieg, den nach einem Kopf an Kopf Rennen und zahlreichen Führungswechsel Sven Schwarz dann im Anschlag für sich entschied. Schwarz (7:41,12) und Märtens (7:41,31) stehen mit ihren Leistungen nun an den Plätzen Zwei und Drei in der Weltjahresbestenliste. Und auch das nächste Aufeinandertreffen winkt bereits bei den Europameisterschaften in Paris, wo auch Johannes Liebmann und Oliver Klemet das unfassbar starke deutsche Quartett verstärken werden. DM-Bronze sicherte sich Moritz Bockes, der in 7:56,34 Minuten ebenfalls schnell unterwegs war. 

Zum Abschluss triumphierte erneut der SC Wiesbaden 1911 über die 4x100m Freistilstaffel der Männer. Das Quartett um Timo Sorgius, Maurice Grabowski, Till Lasse Schröder und Adrian Eichler schwamm in 3:20,42 Minuten zu Gold, gefolgt von dem Team Bochum (3:23,12) und der SG Frankfurt (3:23,80). 

 

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Bild: HD Media