25. April 2026

Nur acht Hundertstel fehlten Melvin Imoudu in den Vorläufen des dritten Wettkampftages der Deutschen Meisterschaften, um für den ersten Deutschen Rekord bei den laufenden Titelkämpfen in Berlin zu sorgen. Zudem konnten sich mit Jeremias Pock, Fritz Dietz, Malte Gräfe und Subäjr Biltaev vier neue Namen für das deutsche EM-Team empfehlen. 

Über die 50m Brust setzte Imoudu in 26,68 Sekunden ein lautstarkes Achtungszeichen auf den Weg zu einer möglichen Titelverteidigung. Doch der Deutsche Rekordhalter blieb nicht als einziger Schwimmer unter der geforderten Normzeit für die Europameisterschaften in Paris. Gleiches gelang auch Juniorenweltrekordler Malte Gräfe, der in 27,19 Sekunden mit einem neuen Altersklassenrekord im Jahrgang 2007 glänzte. Und auch Subäjr Biltaev konnte in 27,54 Sekunden die U23-Norm um exakt eine Hundertstel unterbieten. Lucas Matzerath (27,50) fehlten hingegen erneut 1,5 Zehntelsekunden, um seine erste EM-Norm zu knacken. 

Auch bei den Damen wird das deutsche Team bei den Europameisterschaften über die 50m Brust vertreten sein. In 30,57 Sekunden fügte Weltmeisterin Anna Elendt ihrem EM-Programm eine weitere Strecke hinzu und darf am Abend auf ihr zweites Gold bei der laufenden DM hoffen. 

Das erste Mal unter der Schallmauer von zwei Minuten blieb Jeremias Pock über die 200m Lagen. In 1:59,37 Minuten setzte der Vorjahressieger mit zweieinhalb Sekunden Vorsprung die schnellste Zeit ins Becken und kann darüber hinaus optimistisch auf eine EM-Nominierung blicken. Nach Gold und EM-Norm über die 400m Lagen fehlten Cedric Büssing (2:01,71) am Morgen lediglich 21 Hundertstel zur U23-Norm. Diese hatte am letzten Wochenende bereits Finn Hammer (2:02,45) unterbieten können, der ebenfalls souverän ins Finale schwamm. Seine bereits fünfte Norm für die JEM knackte Mitja Bauer in 2:03,01 Minuten. 

Die Damen ließen es auch auf der Lagenstrecke in den Vorläufen verhältnismäßig ruhig angehen. Auf Bahn Vier wird sich Laura Sophie Kohlmann (2:18,39) im Finale dann erneut Noelle Benkler (2:19,20) und Linda Roth (2.20,11) stellen. Alle drei hatten bereits über die 400m Lagen die Medaillen unter sich ausgemacht. 

Mit großer Spannung werden in den heutigen Finals auch die Entscheidungen über die 200m Freistil erwartet, wo es neben den Einzelstartplätzen auch um mögliche Staffelbesetzungen geht. Mit Isabel Gose (1:59,19) und Maya Werner (1:59,26) schoben sich gleich zwei Schwimmerinnen im Rennen um die EM-Plätze an Nina Holt (2:00,82) vorbei, die aktuell als fünftschnellste Normerfüllerin gelistet ist. Eine Chance bleibt der Titelverteidigerin aber noch, sich unter die Top Vier zu schieben.

Auch bei den Herren sind bereits alle vier Startplätze gefüllt. Hier hab es in den Vorläufen aber keine personellen Veränderungen. Die beiden Vorlaufschnellsten Timo Sorgius (1:46,76) und Jarno Bäschnitt (1:47,30) bestätigten jeweils die bereits erfüllten Normzeiten. 

Auf den 50m Rücken der Männer stand erneut das Generationsduell zwischen Ole Braunschweig (24,75) und Vincent Passek (24,78) im Vordergrund, das dieses Mal zu Gunsten von Braunschweig ausging. Beide konnten sich bereits am letzten Wochenende für die Europameisterschaften qualifizieren und bekommen nun Gesellschaft von Fritz Dietz, der in 25,17 Sekunden unter der U23-Norm blieb. 

In Abwesenheit der Titelverteidigerin Lise Seidel sprintete Lina Kröger in 29,13 Sekunden zur schnellsten Zeit der Vorläufe über die 50m Rücken bei den Damen. Am ersten DM-Tag hatte Kröger bereits Silber über die doppelte Strecke gewonnen. 

Auf den 200m Schmetterling der Damen erwartet uns im Finale womöglich ein packender Dreikampf zwischen Yara Fay Riefstahl (2:13,29), Linda Roth (2:13,58) und Alina Baievych (2:14,39). Aber auch die Titelverteidigerin Leni von Bonin schmetterte in 2:17,90 Minuten souverän in den Endlauf. 

Nach Bronze über die 100m Schmetterling steht Björn Kammann (1:58,82) über die doppelte Strecke nun als Favorit im Finale und könnte dort auch die EM-Norm von 1:57,00 Minuten angreifen. Konkurrenz bekommt Kammann dabei unter anderem von Vorjahressieger Louis Schubert (2:01,56). 

 

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Bild: Tino Henschel