Mit dem abschließenden Wettkampftag in Barcelona ging gestern die diesjährige Mare Nostrum Tour zu Ende. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem auch die Entscheidungen in der Gesamtwertung, in der sich Marrit Steenbergen und Ilya Kharun durchsetzen konnten.
Steenbergen überzeugte im Rahmen der Mare Nostrum Tour insbesondere über die 100m Freistil und schrieb dabei sogar Geschichte: Die niederländische Weltmeisterin blieb als erste Schwimmerin überhaupt zweimal unter der Marke von 52 Sekunden und näherte sich mit ihrer Topzeit aus Canet (51,86) auch dem Weltrekord von Sarah Sjöström (51,71) kräftig an. Kharun sammelte indes wertvolle Punkte auf den Schmetterlingsstrecken und hatte zum Tour-Auftakt in Monaco über die 50m Schmetterling mit einer neuen Weltjahresbestzeit (22,64) geglänzt.
Auch aus deutscher Sicht gab es zum Abschluss der Mare Nostrum Tour in Barcelona erneut Medaillenchancen. Melvin Imoudu, Anna Elendt und Josha Salchow verpassten jedoch wie schon am Vortag jeweils knapp den Sprung aufs Podium.
Imoudu hatte über die 100m Brust in den Vorläufen noch die Bestzeit gesetzt und in 59,99 Sekunden als einziger Schwimmer die Minutenmarke geknackt. Im Finale konnte der amtierende Europameister jedoch nicht nochmal an diese Leistungen anknüpfen, zerrte sich im Verlauf des Rennens sogar den Oberschenkel und belegte am Ende in 1:01,86 Minuten Rang Fünf. Den Sieg schnappte sich Caspar Corbeau, der in 59,96 Sekunden dann ebenfalls die Minutenmarke unterbot. Im B-Finale war Malte Gräfe schneller unterwegs als sein Potsdamer Trainingspartner Imoudu und wurde in 1:01,57 Minuten im Gesamtklassement Zehnter.
Auch Josha Salchow lag nach den Vorläufen über die 100m Freistil auf Medaillenkurs. Im Finale reichte Salchow's Zeit von 49,34 Sekunden dann ebenfalls zu Rang Fünf. Damit war der Deutsche Rekordhalter allerdings drei Hundertstel schneller als Vizeweltmeister Jack Alexy. Zu Gold sprintete der US-Amerikaner Patrick Sammon in 48,19 Sekunden.
Die beste deutsche Platzierung des Tages erreichte Anna Elendt. Über die 200m Brust schwamm sie in 2:25,30 Minuten auf den vierten Platz. Zu einem Platz auf dem Podium fehlten lediglich vier Zehntelsekunden. Wie bereits in Canet und Monaco setzte sich erneut die Weltrekordhalterin Evgeniia Chikunova durch, die in 2:23,74 Minuten triumphierte.
Mit dem Abschluss der Mare Nostrum Tour richtet sich der Blick nun auf die Europameisterschaften im August in Paris, die den Saisonhöhepunkt auf europäischer Ebene darstellen werden.
Bild: World Aquatics
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