Nur eine Woche nach dem Weltrekord von Kate Douglass ist die Bestmarke über 50m Freistil bereits wieder Geschichte – bleibt jedoch in amerikanischer Hand. Gretchen Walsh sprintete in 23,55 Sekunden nochmals vier Hundertstelsekunden schneller als Douglass am vergangenen Wochenende und ist somit nun die schnellste Frau aller Zeiten.
Der Weltrekord von Walsh ist bereits die zweite Allzeit-Bestmarke, die an diesem Wochenende bei der Sette Colli Trophy in Rom aufgestellt wurde. Am Vortag hatte Marrit Steenbergen ihren Rekordstreich über die 100m Freistil perfekt gemacht. Mehr dazu gibt es hier: Sjöström's Bestmarke geknackt! Marrit Steenbergen glänzt mit WELTREKORD
Beide Weltrekorde hatte zuvor Sarah Sjöström gehalten, die nach der Geburt ihres ersten Kindes selbst weiterhin ein beeindruckendes Comeback zeigt. Über die 50m Freistil belegte die schwedische Ausnahmeschwimmerin in starken 23,78 Sekunden Rang zwei – weniger als zwei Zehntel über ihrer persönlichen Bestzeit, dem ehemaligen Weltrekord. Bronze ging hinter Walsh und Sjöström an die Italienerin Sara Curtis, die in 24,08 Sekunden mit einem weiteren Landesrekord glänzte.
Besonders eindrucksvoll ist Gretchen Walsh's Weltrekord auch deshalb, da sie ihre größten Stärken eigentlich auf den Schmetterlingsstrecken hat, über die sie auch in Rom wieder einmal eine Klasse für sich war. Über die 50m Schmetterling begeisterte Walsh in 24,51 Sekunden mit einem neuen US-Rekord und blieb nur acht Hundertstel über dem letzten verbliebenen Sjöström-Weltrekord auf der Langbahn. Sjöström sicherte sich auch hier in 25,05 Sekunden Silber. Und auch über die 100m Schmetterling war der US-Star in 54,82 Sekunden nicht zu schlagen. Die Deutsche Rekordhalterin Angelina Köhler stand ebenfalls über beide Strecken im A-Finale und schmetterte in 25,94 sowie 58,24 Sekunden jeweils auf Rang fünf.
Mit Luca Armbruster und Finn Hammer machten zwei weitere deutsche Schwimmer am letzten Wettkampftag den Sprung ins A-Finale perfekt. Armbruster sprintete über die 50m Schmetterling in 23,36 Sekunden auf den siebten Platz, während Hammer über die 200m Lagen in 2:03,19 Minuten Achter wurde. Somit sorgte Melvin Imoudu mit Silber über die 100m Brust für die einzige deutsche Medaille bei der Sette Colli Trophy.
Ein weiteres internationales Ausrufezeichen setzte David Popovici, ebenfalls auf den Freistilstrecken. Der rumänische Olympiasieger glänzte über die 200m Freistil mit einer neuen Weltjahresbestzeit (1:44,48) und triumphierte auch über die 100m Freistil in schnellen 47.26 Sekunden.
Mit zwei Welt- und einem Europarekord hat das vergangene Wettkampfwochenende zweifellos große Vorfreude auf die anstehenden Saisonhöhepunkte geschürt!
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• Ergebnisse Sette Colli Trophy 2026
Bild: Arena