Bei den Französischen Meisterschaften in Saint-Étienne wurde in den vergangenen Tagen das EM-Team für die Heim-Europameisterschaften in Paris bestimmt. Im Mittelpunkt stand dabei einmal mehr Topstar Léon Marchand, der die Titelkämpfe verletzungsbedingt jedoch vorzeitig abbrechen musste.
Dabei erlebte der vierfache Olympiasieger einen herausragenden Auftakt. Am ersten Wettkampftag begeisterte Marchand über die 400m Lagen in 4:04,56 Minuten mit der fünftschnellsten Zeit überhaupt und war dabei unter anderem schneller als bei seinem WM-Triumph im vergangenen Sommer. Im Vorlauf über die 200m Brust zog sich Léon Marchand dann jedoch eine Hüftverletzung zu und musste seine weiteren Starts absagen. Die französischen Qualifikationskriterien sollten es ihm dennoch ermöglich, bei der EM in Paris über mehr als nur die 400m Lagen an den Start zu gehen.
Auch Weltmeister Maxime Grousset war bei den Französischen Meisterschaften nicht mit von der Partie. Grousset fällt aktuell aufgrund einer Fraktur im Fuß aus, ein Start bei der EM ist derzeit noch ungewiss.
Nichtsdestotrotz gab es einige Achtungszeichen bei den Titelkämpfen zu bejubeln, insbesondere zwei neue Französische Rekord. Für diese sorgte Mary-Ambre Moluh. Über die 100m Rücken trug sich Moluh in 58,25 Sekunden in die Rekordbücher ein und verbesserte die bisherige Bestmarke dabei um mehr als eine halbe Sekunde. Damit steht sie aktuell an der Spitze der europäischen Bestenliste in diesem Jahr. Und auch über die 50m Rücken stellte die 20-Jährige in 27,20 Sekunden einen neuen nationalen Rekord auf.
Zudem durfte sich Michel Arkhangelsky über einen neuen Asienrekord über die 50m Schmetterling (22,91) freuen. Arkhangelsky startet international für Bahrain und wird deshalb nicht Teil des französischen Teams für die Europameisterschaften sein. Insgesamt gelang es in den vergangenen Tagen sieben Schwimmerinnen und zehn Schwimmern, sich für ein EM-Ticket zu empfehlen.
Alle Ergebnisse gibt es hier: Französische Meisterschaften 2026 - Ergebnisse
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