12. Juli 2026

NEWS zur Junioren-EM 2026 powered by Speedo

Drei Medaillen hatte das deutsche Team schon – nun kamen am letzten Wettkmapftag der JEM in München nochmal zwei weitere dazu. Erneut waren es Louis Hoffmann und Linda Roth, die sich über Edelmetall freuen durften. 

Nachdem er im Halbfinale mit der Topzeit des Feldes geglänzt hatte, waren im Finale über die 100m Brust alle Augen auf Louis Hoffmann gerichtet. Hoffmann hielt diesem Druck stand und sicherte sich in einem packenden Dreikampf die Silbermedaille. In 1:00,29 Minuten musste er sich lediglich dem Griechen Evangelos Efraim Ntoumas geschlagen geben, der in 59,91 Sekunden sogar unter der Minutenmarke blieb und bereits vor zwei Jahren JEM-Gold gewann. Schon über die 50m Brust hatte Louis Hoffmann mit einer Bronzemedaille für Begeisterung gesorgt. Bei den Damen triumphierte Sofia Anufrieva (1:08,10) für die Neutralen Athletinnen. 

Ebenfalls ihre zweite Einzelmedaille bei dieser JEM sammelte Linda Roth, die sich über die 400m Freistil den Bronzerang erkämpfte. In 4:08,20 Minuten – mit hauchdünnen acht Hundertstelsekunden Vorsprung – komplettierte Roth nach Gold über die 200m Freistil und Silber mit der Lagenmixedstaffel ihren Medaillensatz. Das Gold-Triple auf den langen Freistilstrecken machte die Neutrale Athletin Kseniia Misharina (4:05,54) in JEM-Rekordzeit perfekt. Einen gelungenen Abschluss der Titelkämpfe in München erlebte auch Juliana Buttler, die in 4:12,98 Minuten starke Fünfte wurde und somit ihr bestes Resultat in dieser Woche feiern konnte. 

Bei den Herren gelang Grigorii Vekovishchev für die Neutralen Athleten die erfolgreiche Titelverteidigung. In schnellen 3:44,58 Minuten steht Vekovishchev aktuell auf Rang Acht der Weltjahresbestenliste. 

Grund zum Jubeln gab es auch für Larus Thiel: In 23,70 Sekunden glänzte er mit einem neuen Altersklassenrekord bei den 17-Jährigen. An seiner bisherigen Bestmarke hatte Thiel sowohl im Vorlauf als auch im Halbfinale kräftig gewackelt und drückte die Rekordzeit nun um 1,5 Zehntel nach unten. In einem extrem engen Rennen schmetterte Larus Thiel als Sechster zudem nur um sieben Hundertstel am Podest vorbei. Den Sieg sicherte sich Jan Foltyn (23,45) aus Tschechien, der somit ein zweites Mal ganz oben auf dem Siegertreppchen stand. 

Bei den Damen waren sogar zwei deutsche Hoffnungsträgerinnen im Finale über die 50m Schmetterling vertreten. Nach ihrem Altersklassenrekord im Halbfinale sprintete Lara Vandenhirtz nun in etwas langsameren 26,81 Sekunden auf Rang Vier. Unmittelbar dahinter schlug Yara Fay Riefstahl in 26,83 Sekunden als Fünfte an. Gold ging an die Französin Andreanna Bourseul (26,19). 

Und auch über die 200m Lagen standen zwei deutsche Schwimmerinnen im Endlauf der Top 8. Auf den Plätzen Sechs und Sieben konnten Laura Sophie Kohlmann (2:16,63) und Mira Helget (2:18,15) jedoch nicht entscheidend in die Medaillenentscheidung eingreifen. Die schnellste Zeit setzte die Polin Barbara Lesniewska in 2:12,45 Minuten ins Becken. 

Im allerletzten Finale der diesjährigen JEM zeigte die deutsche 4x100m Lagenstaffel um Mitja Bauer (55,94), Louis Hoffmann (1:00,22), Felix Brandner (53,81) und Nils Nolte (49,09) einen sehr beherzten Auftritt und war dank starker Einzelsplits nochmals 2,8 Sekunden schneller als im Vorlauf. Gegen die starke internationale Konkurrenz sprang in 3:39,06 Minuten am Ende Rang Sechs heraus. Nicht zu schlagen war überraschend das Quartett aus Italien (3:35,59), das sich gegenüber der Teams von den Neutralen Athleten (3:36,01) und Großbritannien (3:36,39) durchzusetzen wusste. 

Bei den Damen triumphierte zum Abschluss der Titelkämpfe das Quartett der Neutralen Athletinnen, die in 4:01,83 Minuten den JEM-Rekord einstellten. Ebenso auf das Podium schafften es die Teams aus Italien (4:02,75) und Spanien (4:05,91). Die deutschen Damen hatten am Vormittag das Finalticket um nur eine Hundertstelsekunde verpasst. 

In einem weitere Finale ohne deutsche Beteiligung konnte der Spanier Luca Hoek le Guenedal über die 100m Freistil souverän seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen und sprintete in 48,18 Sekunden an die Spitze des Klassements. 

Und auch über die 100m Rücken der Damen ging die Goldmedaille an Spanien: In 1:00,06 Minuten kürte sich Irene Ciercoles Galve zur Junioren-Europameisterin. Bei den Herren entschied lediglich eine Hundertstelsekunde über Gold und Silber. In 53,99 Sekunden schnappte sich Mikhail Shcherbakov für die Neutralen Athleten sein zweites Einzelgold bei dieser JEM. 

Nach sechs intensiven Wettkampftagen gehen die Heim-Titelkämpfe für das deutsche Team mit fünf Medaillen zu Ende. Einmal Gold, zweimal Silber und zweimal Bronze bedeuten Platz Zehn im Medaillenspiegel. 

 

Die wichtigsten Links zum Thema:

JEM 2026: Livestream (European Auqatics TV)

JEM 2026: Livestream (Sporteurope.TV) 

• JEM 2026: Startlisten und Ergebnisse

• JEM 2026: Alle deutschen Starts in München

• JEM 2026: Medaillenspiegel

 

Bild: HD Media