Nach dem spektakulären Auftakt durch Summer McIntosh gingen die Kanadischen Meisterschaften in Montreal in der letzten Woche deutlicher ruhiger zu Ende. McIntosh hatte direkt am ersten Wettkampftag mit einem neuen Weltrekord über die 200m Schmetterling für das große Highlight gesorgt und dabei den ältesten noch bestehenden Weltrekord bei den Damen ausradiert. Doch die Titelkämpfe konnte die dreifache Olympiasiegerin danach nicht wie ursprünglich geplant fortsetzen.
Nach ihrem Rekordstreich war Summer McIntosh direkt am nächsten Tag noch über die 400m Lagen zu sehen und schwamm in 4:27,35 Minuten souverän zu Gold. Auch wenn dies der neuntschnellsten je geschwommenen Zeit entsprach, zeigte sich McIntosh mit ihrer Leistung nicht vollständig zufrieden.
Danach absolvierte die kanadische Ausnahmeschwimmerin nur noch den Vorlauf über die 400m Freistil, bevor sie die nationalen Meisterschaften aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig beendete. Eine Entscheidung die ihr nicht leicht gefallen sein dürfte – denn immerhin begeisterte McIntosh bei den Titelkämpfen im letzten Jahr sogar mit drei neuen Weltrekorden. Bei den Pan Pacific Championships wird sie das kanadische Team nichtsdestotrotz verstärken.
Für ein weiteres Highlight sorgte Lorne Wigginton, der über die 400m Lagen mit einem neuen Kanadischen Rekord glänzte. In 4:11,31 Minuten verbesserte Wigginton ebenfalls eine Uralt-Bestmarke, die noch aus dem Jahr 2008 stammte.
Auch Taylor Ruck präsentierte sich in Montreal in bestechender Form. Die vierfache Medaillengewinnerin bei Olympischen Spielen schnappte sich insgesamt fünf Goldmedaillen und setzte sich über die 50m Freistil (24,68), 100m Freistil (53,06), 100m Rücken (58,37), 50m Schmetterling (25,93) sowie 100m Schmetterling (58,15) eindrucksvoll durch.
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Bild: World Aquatics