27 Schwimmerinnen und Schwimmer der Jahrgänge 2011 und 2012 vertreten den Deutschen Schwimmverband bei dem Central European Countries Junior Meeting (CECJM), das von Freitag bis Sonntag in Ljubljana stattfindet. Die jungen Athletinnen und Athleten, die größtenteils ihren ersten internationalen Einsatz absolvieren, behielten am ersten Wettkampftag die Nerven und sorgten für erste Medaillen, einige Bestzeiten und zahlreiche Finalteilnahmen. Kein einziger Endlauf fand ohne deutsche Beteiligung statt.
Für einen besonders erfolgreichen Einstieg sorgten die deutschen Staffeln. Die 4x 100m Freistil Staffel der Herren in der Besetzung Hannes Petzold, Jannis Kube, Theodor Büscher und Hardy Frank schwamm in 3:30,59 Minuten auf den ersten Platz und sicherte so die erste Goldmedaille des deutschen Teams. Nachdem Hannes Petzold auf dem vierten Platz an Jannis Kube übergeben hatte, gelang es diesem, das deutsche Quartett nach vorne zu schwimmen und auf Platz eins an Theodor Büscher zu übergeben. Dieser und der Schlussschwimmer Hardy Frank verteidigten diese Position und ließen die Teams aus der Türkei und aus Polen hinter sich. Bereits im Vormittagsabschnitt war es der 4x 100m Lagen Mixed Staffel ebenfalls gelungen, eine Medaille aus dem Becken zu fischen. In 4:06,18 Minuten schwammen Hannah Victoria Bürger, Paul Kiehl, Eva Woitag und Hannes Petzold hinter den Mannschaften aus Polen und der Türkei auf den Bronzerang. Für die Damen der 4x 100m Freistil Staffel reichte es nicht ganz für einen Podestplatz. In 3:55,89 Minuten blieben Anna Franziska Hunger, Eva Woitag, Anna Forsbach und Nele Rochowrecht deutlich hinter den Teams aus Polen, Rumänien und Ungarn und belegten den vierten Platz.
Auch auf die erste Einzelmedaille musste das deutsche Team nicht lange warten. Talya Tock sprintete im dritten Einzelfinale des Wettkampfs über die 50m Schmetterling in 27,81 Sekunden auf den zweiten Platz. Damit gewann sie nicht nur die Silbermedaille, sondern verbesserte ihre Bestzeit um 13 Hundertstel. Ebenfalls auf den Silberrang schwamm Lia Hartmannshenn, die über 200m Brust in 2:31,56 Minuten ihren Podestplatz sicherte. Als Vorlaufschnellste startete sie auf Bahn vier und musste sich dann nur der Österreicherin Lilli Paier geschlagen geben, die auf der letzten Bahn eine halbe Sekunde schneller war und somit als erste das Rennen beendete. Einen dritten Platz erschwamm sich Jannis Kube, der über die 100m Rücken nach 58,81 Sekunden ins Ziel kam. Auch Kube bestritt sein Rennen auf Bahn vier, für das er sich im Vorlauf in neuer Bestzeit von 57,98 Sekunden qualifiziert hatte. Diese Vorlaufzeit hätte im Finale für Platz zwei gereicht.
Neben den 100m Rücken ging Jannis Kube auch im 50m Schmetterling Finale an den Start. In 25,63 Sekunden verfehlte er nur um eine Hundertstelsekunde die Top drei und belegt in einem sehr knappen Rennen den undankbaren vierten Platz. Im gleichen Finale sprintet Julian Petras in 25,79 Sekunden auf Platz 7. Auch Theodor Büscher musste sich über die 200m Lagen mit dem vierten Platz zufriedengeben. In 2:11,92 Minuten war er zwar fast zwei Sekunden schneller als noch im Vorlauf, verfehlte die Medaillenränge aber um eine halbe Sekunde. William Klotzlandete im gleichen Rennen in 2:13,60 Minuten auf dem sechsten Platz.
Im 200m Lagen Finale der Frauen starteten gleich zwei deutsche Sportlerinnen. Bei der 150m Marke lag Mia Marie Junga noch auf einem aussichtsreichen dritten Platz, musste dann aber auf der Kraulstrecke ihre Kontrahentin vorbeiziehen lassen und belegt in 2:22,55 Minuten den vierten Platz. Direkt dahinter kam Meggy Messel ins Ziel, die sich mit dem zweitschnellsten Kraulsplit des Feldes in 2:22,90 Minuten auf den fünften Platz schwamm. Ein weiteres deutsches Duo war auf den 400m Freistil der Damen zu sehen. Die Schwestern Pia-Marlene und Mia-Philine Spethmann belegten hier ebenfalls Platz vier und fünf. Während Pia-Marlene als amtierende deutsche Jahrgangsmeisterin in 4:28,31 Minuten knapp über ihrer Bestzeit (4:27,90 Minuten) blieb und sich auf Platz vier schwamm, unterbot Mia-Philine ihre persönliche Bestleistung um fast drei Sekunden und schlug in 4:28,61 Minuten nur hauchdünn hinter ihrer Schwester auf Platz fünf an. Auch über die kürzeste Freistilstrecke des Tages, die 100m Freistil, waren mit Eva Woitag und Anna Forsbach zwei Athletinnen am Start. Beiden gelang es, bis auf wenige Hundertstelsekunden an ihre bestehenden Bestzeiten heranzuschwimmen. Woitag belegte schlussendlich in 57,94 Sekunden Platz sechs und Forsbach in 58,31 Sekunden Platz acht. Einen sechsten Platz belegte auch Laetitia Adelhardt über die 100m Rücken, die in 1:05,68 Minuten ins Ziel. Sie war damit eine von nur zwei Schwimmerinnen des jüngeren Jahrgangs 2012 in diesem Finale.
Über die 1500m Freistil, die als direkter Endlauf ausgetragen wurden, gingen Stefan Louts-Häußler und Leonard Salan an den Start. Louts-Häußler schwamm in 16:28,38 Minuten auf den sechsten Platz, während Salan in neuer persönlicher Bestzeit von 16:46,99 Minuten den zwölften Platz belegte. Mit Bestzeit im Vorlauf qualifizierte sich Titus Ditgen über die 200m Brust für das Finale. Dort blieb er in 2:24,42 Minuten zwar eine knappe halbe Sekunde über seiner Vorlaufzeit, war aber dennoch schneller als bei seinem Vizemeistertitel der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften und belegte den achten Platz. Auf Platz sieben schwamm sich der Deutsche Jahrgangsmeister Paul Kiehl, der in 2:24,35 Minuten sein Rennen etwa zwei Sekunden über Bestzeit beendete. Bestzeit im Finale schwamm Hardy Frank, der über die 100m Freistil in 53,07 Sekunden auf Platz sechs schwamm. Nachdem er als Erster gewendet hatte, konnte er das Tempo auf der zweiten Hälfte des Rennens nicht halten und musste seine Konkurrenz ziehen lassen. Für eine Top drei Platzierung fehlte ihm eine gute halbe Sekunde.
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Bild: Tino Henschel (Archiv)