19. Juli 2026

Am letzten Wettkampftag des Central European Countries Junior Meetings in Ljubljana gewann die deutsche 4x200m Freistil Staffel der Herren mit über sechs Sekunden Vorsprung die Goldmedaille. Nachdem das Feld nach Startschwimmer Hannes Petzold noch recht eng zusammen lag, schwamm Jannis Kube auf den ersten Platz vor und übergab mit bereits fast drei Sekunden Vorsprung auf Theodor Büscher. Dieser legte in 1:54,82 Minuten die schnellste Zeit des gesamten Feldes ins Wasser und baute den Vorsprung weiter aus. Schlussschwimmer Stefan Louts-Häußler schwamm den Sieg abschließend souverän ins Ziel und sicherte die zweite goldene Staffelmedaille für das deutsche Team beim CECJM 2026. 

Deutlich enger war das 400m Freistil Finale der Herren, in dem Stefan Louts Häußler ebenso an den Start ging. In einem packenden Zweikampf trennten die beiden ersten Plätze gerade einmal drei Hundertstelsekunden. In 3:59,92 Minuten hatte Louts-Häußler hauchdünn das Nachsehen und belegte den zweiten Platz. Er blieb dabei das erste Mal in seiner Karriere unter der Vier-Minuten-Marke. Auch zum Deutschen Jahrgangsrekord von Johannes Hintze aus dem Jahr 2014 fehlten ihm nur weniger als vier Zehntel. 

Genauso spannend war das 50m Brust Finale der Damen. In 32,56 Sekunden schwamm Charlotte Drenker auf den zweiten Platz und verbesserte iher erst im Vorlauf aufgestellte Bestzeit um weitere zwei Zehntel. Direkt hinter ihr auf Platz drei nach 32,74 Sekunden kam Lia Hartmannshenn ins Ziel, die damit auf allen drei Bruststrecken als jüngerer Jahrgang eine Top drei Platzierung belegte und die meisten Einzelmedaillen im deutschen Team sammelte.   

Auch in fast allen weiteren Finals des letzten Wettkampftages waren deutsche Schwimmerinnen und Schwimmer vertreten. Über die 200m Rücken ging Theodor Büscher an den Start und zeigte einen ungewöhnlichen Rennverlauf. Er bewältige die ersten 100m in 1:05,00 Minuten und schwamm mit in 1:04,57 Minuten auf den zweiten 100m einen negativen Split. Mit dieser Taktik wendete er bei der 100m Wende noch mit deutlichem Rückstand auf dem letzten Platz und überholte dann noch einige seiner Konkurrenten, sodass seine Gesamtzeit von 2:09,57 Minuten schlussendlich Platz fünf bedeutete. Auch über die 200m Schmetterling der Damen wurde der fünfte Platz von einer deutschen Schwimmerin belegt. Mia Marie Junga schwamm in 2:19,53 Minuten als fünfte ins Ziel und verbesserte ihre Bestzeit dabei um mehr als zwei Sekunden. Die zweite deutsche Starterin Meggy Messel landete in 2:21,03 Minuten knapp über ihrer Bestzeit auf Platz sieben. Obwohl Jannis Kube seine Vorlaufzeit im Finale der 200m Schmetterling der Herren um 1,5 Sekunden verbessern konnte, reichte seine Zeit von 2:07,21 Minuten nur für den undankbaren vierten Platz.

Im 50m Freistil Finale der Herren gingen Hardy Frank und Julian Petras an den Start. Während Frank knapp über seiner Bestzeit blieb und in 24,25 Sekunden den sechsten Platz belegte, schwamm Petras in 24,37 Sekunden und neuer persönlicher Bestleistung auf Platz acht. Bei den Damen sprintete Eva Woitag über dieselbe Strecke in 26,53 Sekunden auf Platz fünf. Nina Dujic belegte in 26,97 Sekunden als eine der beiden jüngsten Starterinnen in diesem Finale den achten Platz. 

Über die längste Strecke des Tages, die 800m Freistil, gingen Pia-Marlene Spethmann und Mia-Philine Spethmannan den Start. Pia-Marlene schwamm in 9:15,92 Minuten fast sieben Sekunden schneller als bei ihrem Sieg bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften und belegte den fünften Platz. Ihre Schwester Mia-Philine schwamm in 9:36,99 Minuten auf Platz zwölf. Beide Schwimmerinnen standen auch in der letzten Entscheidung des Tages, der 4x 200m Freistil Staffel der Damen, gemeinsam mit Eva Woitag und Anna Forsbach am Start. In 8:31,97 Minuten belegte das deutsche Team den vierten Platz hinter Ungarn, der Türkei und der Mannschaft aus Rumänien. 

Insgesamt erschwamm sich das deutsche Team beim CECJM in Slowenien je zweimal Gold, zweimal Silber und zweimal Bronze in den Staffelwettbewerben, in denen vor allem die Männer sehr erfolgreich waren. In den Einzelrennen gewannen die deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer drei Goldmedaillen, sechs Silbermedaillen und drei Bronzemedaillen und feiern somit einen äußerst erfolgreichen Saisonabschluss. 

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Bild: Tino Henschel (Archiv)