Nur elf Hundertstel fehlten Pieter Coetze zum Abschluss der Commonwealth Games in Glasgow zum Weltrekord-Kracher! Als Startschwimmer der südafrikanischen Lagenstaffel setzte Coetze über die 100m Rücken eine Zeit von 51,71 Sekunden ins Becken – nur Weltrekordhalter Thomas Ceccon (51,60) war je schneller.
Damit feierte Pieter Coetze seinen insgesamt achten Commonwealth Games Rekord bei diesen Titelkämpfen. Kurz zuvor hatte der Weltmeister auch die Einzelentscheidung über die 100m Rücken eindrucksvoll für sich entschieden und in 51,77 Sekunden seinen dritten Goldtriumph perfekt gemacht. Beim Sieg der australischen Lagenstaffel um Henry Allan, Sam Williamson, Matt Temple und Flynn Southam – die in 3:28,71 Minuten ebenfalls mit einem neuen Veranstaltungsrekord glänzten – landete das Quartett aus Südafrika (3:31,13) hinter England (3:30,68) auf dem Bronzerang. Mit 21 Medaillen ist Chad le Clos, der die Staffel über die 100m Schmetterling verstärkte, nun der alleinige Edelmetall-Rekordhalter bei Commonwealth Games.
Auch die australischen Damen entschieden die 4x100m Lagenstaffel für sich und sorgten somit dafür, dass das Team aus Australien jede einzelne Staffelentscheidung bei diesen Titelkämpfen gewinnen konnte. In 3:54,25 Minuten stellten Iona Anderson, Sienna Toohey, Alex Perkins und Meg Harris ebenfalls einen neuen Rekord auf und siegten vor den Teams aus Schottland (3:57,02) und Südafrika (3:58,58).
Einen weiteren Veranstaltungsrekord gab es auch über die 50m Schmetterling zu bejubeln – und das gleich doppelt. Denn in 22,73 Sekunden schmetterten Kyle Chalmers und Ben Armbruster zeitgleich zu Gold und auch zu einem neuen Ozeanienrekord. Bereits im Halbfinale waren die beiden australischen Sprintstars zeitgleich unterwegs gewesen.
Über das gelungene Goldtriple durfte sich Sam Short freuen, der in 14:42,11 Minuten auch die 1500m Freistil zu seinem Gunsten entschied. Und auch Kai Taylor über die 200m Freistil (1:45,22), Meg Harris über die 50m Freistil (24,23) sowie Brittany Castelluzzo (2:06,56) setzten die australische Goldjagd in Glasgow fort. Aber auch das Gastgeberteam aus Schottland durfte sich am letzten Wettkampftag nochmal über eine Goldmedaille freuen. Dafür sorgte nach Gold über die 100m Brust erneut Angharad Evans, die auch über die doppelte Distanz in 2:23,79 Minuten nicht zu schlagen war.
Während für die britischen Schwimm-Asse bereits in der übernächsten Woche bei der EM in Paris bereits der nächste internationale Saisonhöhepunkt ansteht, werden zahlreiche Topstars aus Australien und Kanada zeitgleich bei den Pan Pacific Championships auf Medaillen- und Rekordjagd gehen.
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Bild: World Aquatics