10. August 2026

NEWS zur Schwimm-EM 2026 powered by Speedo

Mit einem Kracher zum Abschluss des ersten Wettkampftages der Europameisterschaften in Paris schwimmt die deutsche 4x200m-Freistilstaffel zu Bronze und damit zur ersten deutschen Medaille im Becken!

In 7:02,28 Minuten blieb das Quartett zudem unter dem Deutschen Rekord von 7:03,19 Minuten aus dem Jahr 2009, der noch in Zeiten der Hightech-Anzüge aufgestellt worden war. Mit Lukas Märtens (1:45,71), Timo Sorgius (1:45,63), dem couragiert aufschwimmenden Jarno Bäschnitt (1:45,10) und Cornelius Jahn (1:45,84) lieferte sich das deutsche Team über weite Strecken ein packendes Duell mit den favorisierten Briten um den EM-Titel. Am Ende setzten sich die Briten mit Matthews Richards, Jack McMillan, James Guy und Duncan Scott in 7:01,52 Minuten durch und durften über Gold jubeln. Im Anschlag mussten sich die Deutschen allerdings noch dem französischen Quartett geschlagen geben. Frankreich sicherte sich in 7:02,23 Minuten Silber - getragen von einer Weltklasseleistung von Superstar Leon Marchand. Der Franzose eröffnete das Rennen in beeindruckenden 1:43,76 Minuten und brachte sein Team (mit Pierre Largeron, Sauveur Cristofini, Roman Fuchs) damit früh in eine hervorragende Ausgangsposition

Die Damenstaffel glänzte ebenfalls mit einem neuen Deutschen Rekord, erlebte jedoch Hundertstelpech. Mehr dazu gibt es hier: Uralt-Rekord gebrochen! Damenstaffel verpasst EM-Medaillenglück nur um eine Hundertstel 

Direkt zum Auftakt hatte bereits Luca Nik Armbruster das deutsche Team begeistert. Im ersten Halbfinallauf über 50m Schmetterling knackte der WM-Sechste seine eigene nationale Bestmarke. In 22,71 Sekunden blieb Armbruster deutlich unter seinem bisherigen Rekord von 22,84 Sekunden, den er bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr aufgestellt hatte. Damit zieht er als Fünftschnellster in das morgige Finale ein. Mit Blick auf seine Medaillenchancen gab sich der Schmetterlingsspezialist anschließend gelassen: „50er sind immer ein Glücksspiel, das ist das Coole daran.“ Klar ist, dass Armbruster im Kampf um die Medaillen definitiv ein Wörtchen wird mitreden wollen. Einen starken Eindruck hinterließ auch Egor Kornev (Neutrale Athleten). In 22,36 Sekunden stellte er einen neuen EM-Rekord auf und näherte sich damit sogar dem Weltrekord von 22,27 Sekunden.

Mit Finn Hammer und Cedric Büssing waren im Finale über 400m Lagen gleich zwei deutsche Athleten vertreten. Finn Hammer, der im Vorlauf seine Bestzeit um gleich fünf Sekunden steigern und als Zweiter in den Endlauf einziehen konnte, gelang es im Finale nicht ganz, an diese Leistung anzuknüpfen. In 4:14,31 Minuten blieb er knapp eine Sekunde über seiner Vorlaufzeit und belegte damit einen guten fünften Platz. Knapp vor ihm schlug Cedric Büssing an, der sich im Vergleich zum Vorlauf noch einmal steigern konnte. In 4:14,16 Minuten hatte er schließlich knapp die Hände vor seinem Teamkollegen an der Wand. Mit der Medaillenvergabe hatten die beiden Deutschen allerdings wenig zu tun: Auf den drittplatzierten Max Litchfield aus Großbritannien (4:11,58) fehlten ihnen am Ende knapp zweieinhalb Sekunden. Zum neuen Europameister krönte sich Ilia Borodin (neutrale Athleten), der in 4:08,17 Minuten zugleich einen neuen Veranstaltungsrekord aufstellte. Silber ging an den Italiener Alberto Razzetti, der nach 4:10,40 Minuten anschlug.

Nach einem starken Halbfinallauf über 100m Brust qualifizierte sich Melvin Imoudu in 59,13 Sekunden als Fünfter souverän für das Finale. An der Spitze blieben mit Adam Peaty (58,94), Jack Kelly (58,90) und Nicolo Martinenghi (58,67) gleich drei Athleten unter der Marke von 59 Sekunden. Für den Kampf um die Medaillen dürfte daher auch im Finale eine Zeit unterhalb dieser Marke erforderlich sein. Einen Wermutstropfen gab es dagegen für Lucas Matzerath: In 59,39 Sekunden verpasste er als Zehnter den Einzug ins Finale denkbar knapp um lediglich eine Zehntelsekunde.

 

Alle wichtigen Links zur Schwimm-EM 2026:

Schwimm-EM 2026: ARD Livestream (kostenfrei) 

Schwimm-EM 2026: ZDF Livestream (kostenfrei) 

Schwimm-EM 2026: Startlisten und Ergebnisse 

Schwimm-EM 2026: Alle deutschen Starts (Becken)  

Zeitplan der Schwimm-EM 2026 in Paris | Alle Vorläufe und Finals 

 

Bild: Tino Henschel