13. August 2026

NEWS zur Schwimm-EM 2026 powered by Speedo

Und wieder werden zwei deutsche Hoffnungsträgerinnen bei der Schwimm-EM in Paris gemeinsam in einem Finale über die langen Freistilstrecken auf Medaillenjagd gehen. Nachdem Isabel Gose und Maya Werner ebenso wie Johannes Liebmann und Sven Schwarz dem deutschen Team je doppeltes Medaillenglück beschert hatten, haben Gose und Werner nun erneut eine vielversprechende Gelegenheit dazu. 

In den Vorläufen am vierten Wettkampftag der Titelkämpfe musste Gose über die 1500m Freistil gegenüber ihrer Konkurrenz vorlegen und schwamm in 16:10,51 Minuten unangefochten ins EM-Finale. Vor zwei Jahren hatte sie in Paris mit Olympiabronze über diese Strecke einen ihrer bislang größten Erfolge gefeiert. Im letzten Lauf konnten lediglich zwei Schwimmerinnen diese Zeit unterbieten, allen voran Simona Quadarella (16:05,28), die nach ihrem Triumph über die 800m Freistil erneut mit Goldambitionen an den Start gehen dürfte. Aber auch Maya Werner präsentierte sich bestärkt durch ihre Bronzemedaille erneut in toller Form und zog in 16:17,78 Minuten – nur eine Sekunde über ihrer Bestzeit – als Sechste in den morgigen Endlauf ein. 

Bereits am heutigen Abend wird die deutsche 4x100m Freistilstaffel der Herren im Finale zu sehen sein. Wie schon die Damen am Vortag hatten Josha Salchow (48,50), Cornelius Jahn (49,19), Julian Koch (48,93) und Ole Eidam (48,73) beim Finaleinzug das Hundertstelglück auf ihrer Seite. In 3:15,35 Minuten setzte sich das Quartett auf Rang Acht um gerade einmal sechs Hundertstel gegenüber der neuntplatzierten Staffel aus Serbien durch. An die Spitze des Klassements schwamm das Team der Neutralen Athleten aus Russland (3:12,21). 

Cornelius Jahn hatte für die Staffel sogar auf seinen Einzelstart über die 50m Rücken verzichtet, wo die deutschen Farben im Vorlauf aber dennoch vertreten waren – auch wenn es nicht für die Halbfinaltickets reichen sollte. Besonders spannend machte es der Deutsche Rekordhalter Ole Braunschweig, der mit seiner Zeit von 24,90 Sekunden in ein Triple-Ausschwimmen um die zwei letzten Startplätze im Halbfinale musste. Auch wenn Braunschweig dort seine Zeit auf 24,81 Sekunden steigern konnte, waren die beiden Briten Oliver Morgan und Jack Skerry knapp schneller unterwegs und konnten sich so in die Runde der Top 16 schieben. Bei seinem EM-Debüt sprintete Fritz Dietz in 25,84 Sekunden auf Platz 56. Für die Topzeit der Vorläufe sorgte der amtierende Weltrekordhalter Kliment Kolesnikov (24,12). 

Besser lief es für das deutsche Team in den anderen Vorläufen. Über die 100m Schmetterling zeigte Angelina Köhler ein starkes Rennen und machte in 56,77 Sekunden als Zweite den Sprung in die nächste Runde perfekt. Nur eine Hundertstel schneller als Köhler war die belgische Vizeweltmeisterin Roos Vanotterdijk (56,76), die somit im zweiten Halbfinale auf Bahn Vier ins Becken springen wird. Yara Fay Riefstahl (59,42) verpasste hingegen als 25. das Weiterkommen. 

Zwei deutsche Hoffnungsträger gehen aber über die 200m Freistil der Herren auf die Jagd nach den begehrten Finaltickets. In 1:46,12 Minuten zeigte Lukas Märtens die sechstschnellste Zeit der Konkurrenz und qualifizierte sich ebenso souverän wie Jarno Bäschnitt (1:46,45) als Elfter für das Halbfinale. Als drittschnellster Deutscher und außerhalb der Top 16 beendete Timo Sorgius – ebenfalls Teil der deutschen Bronzestaffel zum Auftakt der EM – sein Rennen nach 1:47,35 Minuten auf Rang 22. Für eine Überraschung sorgte der österreichische Youngster Christian Giefing, der in 1:44,96 Minuten mit der Vorlaufbestzeit und einem neuen Landesrekord glänzte. 

In doppelter Stärke werden die deutschen Farben auch im Halbfinale über die 200m Brust vertreten sein. Kurzbahn-Europameisterin Anna Elendt schwamm in 2:25,56 Minuten auf den vierten Platz der Vorläufe, während Lena Ludwig in 2:27,89 Minuten als Elfte ihr erstes EM-Halbfinale perfekt machte. Nach Gold über die 100m Brust untermauerte die Britin Angharad Evans (2:22,66) als schnellste Schwimmerin des Feldes ihre Favoritenrolle auch auf der doppelten Distanz, wo sie sich unter anderem gegen die Weltrekordhalterin Evgeniia Chikunova (2:24,18) bewähren muss.

 

Alle wichtigen Links zur Schwimm-EM 2026:

Schwimm-EM 2026: ARD Livestream (kostenfrei) 

Schwimm-EM 2026: ZDF Livestream (kostenfrei) 

Schwimm-EM 2026: Startlisten und Ergebnisse 

Schwimm-EM 2026: Alle deutschen Starts (Becken)  

Zeitplan der Schwimm-EM 2026 in Paris | Alle Vorläufe und Finals 

 

Bild: Tino Henschel (Archiv)