Der Bundesstützpunkt fürs Freiwasserschwimmen wird am dem 01. Januar 2027 in München angesiedelt sein. Dies gab der Deutschen Schwimm-Verbands in der zurückliegenden Woche wenig überraschend bekannt. Bereits zu Beginn des Olympiazyklus Ende 2024 gab es Bestrebungen den Standort zu verlegen, doch der bisherige Stüzpunkt in Würzburg behielt seinen Status vorerst.
Gegenüber dem BR erklärte Harald Walter, Präsident des Bayerischen Schwimmverbands, die Entscheidung mit ausbleibenden Erfolgen und zuletzt nur wenigen Kaderathleten, die in Würzburg trainiert hätten. Aus dem Kreis der deutschen Eliteschwimmer ist noch die mehrfache Freiwasser-Weltmeisterin Lea Boy verblieben.
Nicht zuletzt wurde auch der Ruf des Standorts auch nachhaltig beschädigt durch den Fall des einstigen Cheftrainers, gegen den 2021 Vorwürfe sexualisierten Missbrauchs aufkamen und der infolgedessen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurde.
Auch der Deutsche Schwimm-Verband bezeichnet Würzburg in seiner Mitteilung als "aktuell nicht aktiven Olympiastützpunkt im Freiwasserschwimmen". Die Verlegung inmitten eines Olympiazyklus ist ungewöhnlich und geschah nur auf ausdrücklichen Antrag des DSV hin.
Dass der neue Bundesstützpunkt in München angesiedelt ist, erklärt der DSV-Vorstandsvorsitzende Jan Pommer wiefolgt: "Mit dieser Verlegung innerhalb des Bundeslandes können wir unseren wichtigen siebten Bundesstützpunkt in München mit allen Stärken dieser Metropole im Sinne der Aktiven revitalisieren. Diese Entscheidung trägt nicht nur maßgeblich zur Stärkung des Schwimmsports in Bayern und darüber hinaus bei, sie leistet auch einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung von Schwimmtalenten auf dem Weg zu den Olympischen Spielen."
Neben dem Bundesstützpunkt Freiwasserschwimmen betreibt der DSV derzeit noch sechs weitere Bundesstützpunkte für das Beckenschwimmen in Berlin, Essen, Hamburg, Heidelberg, Magdeburg und Potsdam.