15. August 2026

Mit gerade einmal 12 Jahren stand Summer McIntosh das letzte Mal nicht in einem Finale. Seitdem hat das kanadische Ausnahmetalent dem Schwimmsport ihren Stempel aufgedrückt, stand bei großen Titelkämpfen etliche Male ganz oben auf dem Podest und begeisterte mit zahlreichen Weltrekorden. Bei den Pan Pacific Championships in Irvine (Kalifornien) verpasste McIntosh nun auf einer ihrer Paradestrecke äußerst überraschend den Sprung in das Finale. 

Über die 400m Freistil fehlten der Weltrekordhalter in 4:08,56 Minuten als Neunte der Vorläufe exakt zwei Zehntelsekunden für einen Platz im A-Finale. Dass sie es deutlich besser kann, stellte Summer McIntosh dann im B-Finale mit einer Zeit von 4:00,58 Minuten eindrucksvoll unter Beweis. Doch auch diese Leistung reichte nicht für die schnellste Zeit der Titelkämpfe, denn im A-Finale waren Lani Pallister (3:58,42) und Katie Ledecky (4:00,15) je schneller unterwegs. 

Nur eine Hundertstelsekunde fehlte Kate Douglass, um sich zur schnellsten Frau aller Zeiten über die 100m Freistil zu küren. In 51,69 verpasste sie als Startschwimmerin der US-amerikanischen 4x100m Freistilstaffel die Rekordzeit von Marrit Steenbergen nur um einen Wimpernschlag. Die Kurzbahn-Weltrekordhalterin ist erst die fünfte Frau überhaupt, die die Marke von 52 Sekunden unterbieten konnte – drei Schwimmerinnen gelang dies zum ersten Mal in diesem Jahr. Gemeinsam mit Gretchen Walsh, Torri Huske und Simone Manuel setzte sich das von Douglass angeführte US-Quartett in 3:29,32 Minuten gegenüber der Staffel aus Australien (3:31,11) durch. Ein ähnliches Bild zeigte sich auch bei den Männern über die 4x100m Freistil wo Chris Guiliano, Patrick Sammon, Destin Lasco und Jack Alexy in 3:09,01 Minuten den Sieg feierten. 

Doch nicht nur Kate Douglass wackelte am dritten von vier Wettkampftagen in Kalifornien kräftig am Weltrekord: Über die 400m Freistil schwamm Sam Short abermals bis auf wenige Zehntel an die Bestmarke von Olympiasieger Lukas Märtens heran. In 3:40,52 Minuten fehlten dem australischen Vizeweltmeister nur 5,6 Zehntel zum Rekordstreich. Auch der chinesische Youngster Zhang Zhanshuo etablierte sich in starken 3:42,42 erneut in der absoluten Weltspitze. Morgen gilt es für Märtens, im Fernduell bei der EM in Paris nachzulegen. 

Schneller als Angelina Köhler bei ihrem EM-Silberrennen war in den USA lediglich Gretchen Walsh, die über die 100m Schmetterling in 55,15 Sekunden weiterhin eine Klasse für sich bleibt. 

 

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