NEWS zur Schwimm-EM 2026 powered by Speedo
Getragen von der Euphorie der Weltrekordsensation von Johannes Liebmann sorgte auch die deutsche 4x200m Freistil Mixedstaffel am vorletzten Tag der Schwimm-EM in Paris für große Begeisterung! Mit einem weiteren Deutschen Rekord jubelte die Staffel über die Silbermedaille – die zweite deutsche Staffelmedaille bei diesen Titelkämpfen.
Zur Hälfte des Rennens noch in Führung, mussten Lukas Märtens (1:46,73), Jarno Bäschnitt (1:45,87), Linda Roth (1:57,18) und Maya Tobehn (1:55,65) lediglich dem favorisierten Quartett aus Großbritannien (7:24,13) in EM-Rekordzeit den Vortritt lassen. In 7:25,43 Minuten stellten die Vize-Europameister zudem einen neuen Deutschen Rekord auf – dieser war zuvor als Richtzeit (7:28,00) gesetzt worden. Auf den letzten 200m zeichnete sich ein packender Dreikampf um Silber und Bronze ab, den die deutsche Staffel aufgrund der herausragenden Einzelzeit von Tobehn für sich entscheiden konnte. Bronze sicherten sich die Neutrale Athletinnen aus Russland (7:26,35). Im Vorlauf hatten Timo Sorgius und Nicole Maier das deutsche Team mit einer tollen Ausgangsposition ins Finale geschwommen und dürfen sich somit ebenso über die gewonnene Silbermedaille freuen.
Den erhofften Sprung auf das Podest verpasste hingegen Melvin Imoudu über die 50m Brust. In 26,87 Sekunden schlug der Deutsche Rekordhalter auf Rang 6 an. "Ich habe mit einer schnelleren Zeit gerechnet. Da muss ich niemandem etwas vormachen, damit bin ich nicht zufrieden. Da war wenig Kontrolle drin im Rennen.", erklärte Imoudu im Anschluss. Gold ging wie schon über die doppelte Distanz an den italienischen Olympiasieger Nicolo Martinenghi, der exakt in der Zeit des Deutschen Rekordes von 26,57 zu Gold sprintete. Dahinter gewannen ein weiterer Italiener Simone Cerasuolo und Koen de Groot aus den Niederlanden gemeinsam in 26,62 Sekunden die Silbermedaille.
Die Pariser Schwimmhalle zum Beben brachte Léon Marchand, der über die 200m Schmetterling souverän seinen ersten EM-Einzeltitel in dieser Woche perfekt machte. In 1:51,72 Minuten ließ der französische Superstar seiner Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance und setzte sich mit einem deutlichen Vorsprung gegenüber Richard Marton (1:54,06) aus Ungarn und dem Griechen Apostolos Siskos (1:54,13) durch.
In den Halbfinals am vorletzten Wettkampftag der Europameisterschaften verpassten die deutschen Herren allesamt den Sprung in die morgigen Medaillenentscheidungen. Über die 200m Lagen fehlten Finn Hammer als Elfter – trotz erneuter Bestzeit von 1:59,52 Minuten – gut 1,2 Sekunden für sein zweites EM-Finale bei seinem Debüt in Paris. Mit einem neuen EM-Rekord von 1:56,61 Minuten qualifizierte sich der Spanier Hugo Gonzalez de Oliveira als Schnellster für das Finale.
Über die 100m Rücken war sogar gleich zwei deutschen Hoffnungsträgern des Sprung ins Halbfinale gelungen. Der Deutsche Meister Cornelius Jahn glänzte ebenfalls mit einer neuen Bestzeit von 53,84 Sekunden und landete im Gesamtklassement auf Platz 14. Unmittelbar dahinter wurde Kaii Winkler in 53,89 Sekunden Fünfzehnter. Georgii Iakovlev (52,89) wird den Endlauf für die Neutralen Athleten aus Russland auf der Favoritenbahn 4 bestreiten.
Ohne deutsche Beteiligung ging das Halbfinale über die 50m Freistil über die Bühne. Wie schon im Vorlauf sorgte der Ukrainer Nikita Sheremet (21,38) durchaus überraschend für die Topzeit des Feldes. Noch überraschend war jedoch der verpasste Finaleinzug von Maxime Grousset, dem in 21,76 Sekunden vier Hundertstel für das anvisierte Finalticket fehlten.
Die Zusammenfassung der heutigen Damen-Events gibt es hier: Schwimm-EM 2026: Anna Elendt macht dritten Finaleinzug perfekt | Sjöström verpasst Goldrekord
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Bild: Tino Henschel